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  • So., 19. November 2017, 15:51 Uhr
    Am Volkstrauertag legten Repräsentanten von Stadt und zahlreicher Organisationen auf dem Wormser Friedhof Kränze nieder

    Den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht

    Auf dem Wormser Friedhof gedachten am Volkstrauertag zahlreiche Repräsentanten den Opfern und Krieg und Gewaltherrschaft. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Der Volkstrauertag ist ein bundesweiter, staatlicher Gedenktag, an dem seit 1952 der Opfer von Terror, Krieg und Gewaltherrschaft erinnert wird. In der gesamten Region wurde am Sonntagmorgen mit Veranstaltungen und Kranzniederlegungen den Toten aus Kriegen und Naziherrschaft gedacht.

    Am Wormser Friedhof auf der Herrnsheimer Höhe fand die zentrale Gedenkveranstaltung für die Nibelungenstadt statt. In der Kapelle konnte Oberbürgermeister Michael Kissel zahlreiche Vertreter aus Politik, der Parteien und weiterer Organisationen begrüßen. Darüber hinaus waren die Bundeswehr und die US-Armee mit hochrangigen Vertreten vor Ort.

    Michael Kissel sagte in nachdenklichen Worten, niemand könne die Geschichte ungeschehen machen, aber es sei wichtig, mit Blick auf die Gegenwart aus der Vergangenheit zu lernen. Der Stadtchef betonte, dass die Würde aller Menschen gleich sei, egal welcher Rasse und welchem Glauben sie angehörten. Hier erinnerte er an den staatlich organisierten Massenmord im Dritten Reich an Juden sowie Sinti und Roma.  Mit Fokus auf unsere Zeit sprach er die Kriege in der Ukraine und in Syrien an, die viele Todesopfer forderten.

    Dompropst Tobias Schäfer zeigte an einem Beispiel aus dem Jahr 1943 auf, wie schrecklich der Krieg sei. Er schilderte eine Situation aus dem 2. Weltkrieg in Griechenland, wo zunächst Partisanen deutsche Soldaten töten und die Wehrmacht dann grausame Rache nahm und über 1.200 männliche Zivilsten, vom 14-jähirgen Jungen bis zum Greis, ermordeten. Abschließend formulierte er, Gott will, dass die Menschen in Frieden leben. Der Volkstrauertag sei eine Mahnung, es nie mehr zum Krieg kommen zu lassen.

    Nach der Gedenkveranstaltung in der Kapelle legten zahlreiche Repräsentanten aus Stadt, Parteien und Verbänden am Denkmal auf dem Friedhof Kränze nieder und gedachten der Toten aus den Weltkriegen sowie der im Auslandseinsatz gefallen Soldaten der Bundeswehr.

     

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