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  • Mo., 24. November 2014, 10:37 Uhr
    Wolfgang Neidhöfer tritt die Nachfolge von Reinhard Volz als Leiter der städtischen Lucie-Kölsch-Jugendmusikschule an

    Den Wunschkandidaten gefunden

    Er spielt Tuba, ist 40 Jahre alt, verheiratet und Vater eines Kindes. „Er ist unser Wunschkandidat“, sagt Dezernent Waldemar Herder über ihn. Unter insgesamt 52 Bewerbern hat sich Wolfgang Neidhöfer in einem ambitionierten Auswahlverfahren letztendlich durchgesetzt und wird somit die Nachfolge von Reinhard Volz als Leiter der städtischen Lucie-Kölsch-Jugendmusikschule antreten.

    Das Auswahlverfahren, das die Stadt in Kooperation mit der „Deutschen Gesellschaft für Personalwesen“ durchgeführt hat, umfasste in der letzten Runde mit vier Bewerbern drei unterschiedliche Stationen. Die Kandidaten mussten anhand von Unterlagen über die Wormser Jugendmusikschule eine Präsentation mit Zukunftsvisionen zum Thema „Wie sieht die Jugendmusikschule im Jahre 2020 aus?“ erarbeiten, in einem Rollenspiel kritische Situationen meistern und in einem strukturierten Interview vor einem zehnköpfigen Auswahlgremium bestehen. „Wir wurden auf Herz und Nieren geprüft“, bestätigt Neidhöfer lachend. Zum Auswahlgremium gehörten auch drei Vertreter der Jugendmusikschule: aus der Schülerschaft, aus dem Lehrerkollegium und aus der Elternschaft. „Am Ende waren wir uns alle zu einhundert Prozent einig, dass es Wolfgang Neidhöfer werden soll“, betont der Dezernent.

    Neidhöfer, der sich vor einigen Tagen bereits dem Stadtrat vorgestellt hat, betritt als Leiter einer Jugendmusikschule kein Neuland. Derzeit leitet er die Jugendmusikschule im baden-württembergischen Ochsenhausen.

    Nach seiner kaufmännischen Ausbildung beschloss Neidhöfer, sein Hobby zum Beruf zu machen und studierte in Augsburg Instrumental- und Gesangspädagogik und Leitung eines Blasorchesters. „Dann kam mir der Gedanke, meine kaufmännische Ausbildung mit dem pädagogisch-künstlerischen Bereich zu verbinden“, berichtet er. Deshalb absolvierte er unter anderem einen Lehrgang „Führung und Leitung einer Musikschule“ und trat dann vor vier Jahren seine Stelle in Ochsenhausen an. „Die Bewerbung in Worms war jedoch ein Muss, die Stelle erschien mir wie für mich gemacht“, erzählt er weiter. Die Wormser Jugendmusikschule sei bereits sehr gut aufgestellt, er trete in große Fußstapfen, gesellschaftliche Entwicklungen stellten jedoch auch die Wormser vor neue Herausforderungen. Und so nannte er in seiner Präsentation im Rahmen des Auswahlverfahrens die Öffnung der Musikschule für die Erwachsenenbildung, für Senioren und Behinderte sowie verstärkte Bemühungen um Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund als wesentliche Aspekte zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Einrichtung.

    „Wir wollen jedoch nicht nach dem Prinzip vorgehen ,neue Besen kehren besser’ und alles Bisherige über den Haufen werfen, betont Herder. Und Neidhöfer pflichtet ihm bei: „Die klassische Arbeit der Jugendmusikschule funktioniert exzellent und soll auch fortgeführt werden“. Den Elementarbereich, die musikalische Früherziehung, will er weiter streuen und zusätzlich neue Ideen entwickeln, um die Ganztagsangebote der Schulen mit den Angeboten der Jugendmusikschule unter einen Hut zu bringen. Eine Kooperation mit den Schulen hält er für sinnvoll, aber auch mit Musikvereinen und Blaskapellen. „Ich freue mich sehr auf die bevorstehenden Aufgaben und bisher habe ich sehr positive Kontakte in Worms knüpfen können“, konstatiert der „Neue“, der in Worms sesshaft werden möchte.

     

     

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