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  • Fr., 09. Januar 2015, 16:08 Uhr
    Das mit großer Spannung erwartete Nachbar-Derby wird am Sonntag um 18 Uhr in der Wormser Nikolaus-Doerr-Halle angepfiffen / Karten gibt es nur in der Halle

    Countdown läuft für Handball-Klassiker HSG Worms gegen TGO

    Hauptaugenmerk der HSG-Abwehr wird am Sonntagabend um 18 Uhr, sicherlich wieder auf den TGO-Torewerfer Florian Reichelt gerichtet sein. Archivfoto: Felix Diehl


    VON KLAUS DIEHL Für den TGO-Trainer Frank Herbert ist es ein wichtiges Spiel, was die eigene Zielrichtung in dieser Saison betrifft. Gleichzeitig ist er aber auch davon überzeugt, dass mit diesem Spiel die Meisterschaft in der Rheinhessenliga wahrlich noch nicht entschieden ist, der Sieger aber mit gewissen Vorteilen in den weiteren Saisonverlauf gehen kann.

    Frank Herbert sieht am morgigen Sonntag um 18 Uhr, in der sicherlich proppenvollen Nikolaus-Doerr-Halle, die HSG Worms als klaren Favoriten. Ist diese doch seit 15 Spieltagen ohne Niederlage. Zwar haben beide Teams schon zwei Minuspunkte auf dem Konto, was aber unterschiedliche Gründe hat.

    Die HSG Worms bekam diese zwei Punkte am Grünen Tisch durch den Handballverband Rheinhessen abgezogen, weil sie das geforderte Schiedsrichter-Kontingent für den Gesamtverein nicht erfüllen konnte; Osthofen dagegen unterlag bei der Oberliga-Reserve in Budenheim mit 20:25.

    Mannschaft stabilisiert und gesteigert
    „Heute würden wir dieses Spiel nicht mehr verlieren“, ist sich der TGO-Coach sicher. Denn trotz ständiger personeller Probleme, so werden am Sonntag auch Kapitän Manu Pfaff wegen einer Knieoperation, Torhüter Nicklas Seelig und auch Peter Gasz wegen einer Zerrung nicht spielen können, habe sich seine Mannschaft leistungsmäßig immer weiter entwickelt und stabilisiert. Auch setzt er auf die gute Grundstimmung im Team. Die Mannschaft sei motiviert und fokussiert auf die Begegnung am Sonntag.

    Denn dieses Spiel ist kein gewöhnliches Derby, geht es doch um die alleinige Tabellenspitze in der Rheinhessenliga. Hierbei verhehlt Frank Herbert aber nicht, dass man großen Respekt vor dem Tempospiel der HSG Worms hat, die durch die Verpflichtung der Markert-Brüder an großer Qualität gewann. Die Spielweise der HSG hat sich durch die vielen Neuzugänge geändert, ist attraktiver geworden und die Mannschaft läuferisch ungemein stark.

    Denis Markert ist bester Torschütze der Klasse, Dreh- und Angelpunkt der HSG und bildet eine torgefährliche Achse mit seinem Bruder und Linkshänder Fabian im Rückraum. Frank Herbert sieht die Gewichtung innerhalb der HSG verändert und andere Leistungsträger mehr in untergeordneter Rolle. Ob er sich da nicht täuscht, denn im Kollektiv ist die HSG Worms aufgrund der bisherigen Leistungen gefestigter einzuschätzen als die TGO-Sieben. Ein Vorteil für die Spielanlage der HSG könnte auch sein, dass man im Gegensatz zur TGO mit Fabian Markert einen torgefährlichen Linkshänder im rechten Rückraum hat.

    Der Angriff beginnt in der Abwehr!
    Vor dem Anpfiff versucht naturgemäß Frank Herbert etwas tief zu stapeln. „Denn um halbwegs Paroli bieten zu können, muss bei meiner Mannschaft wirklich alles passen. Fraglich, ob dies aufgrund der unzureichenden Trainingsbedingungen in den letzten 3 Wochen möglich ist.Ich bin da Realist“, so der TGO-Coach. Hauptvoraussetzung ist für ihn, dass die Abwehr bereits im Angriff beginnt. Mit anderen Worten, dass die Rückwärtsbewegung mit entscheidend sein wird.

    Wie bei großen Spielen üblich, wird auch das Torhüter-Duell eine entscheidende Rolle spielen, wobei die ganze Last nach dem Ausfall von Nicklas Seelig auf TGO-Routinier Thorsten Heck wohl liegen wird, der in der Vergangenheit gerade gegen die HSG Worms immer wieder mit Superleistungen aufwartete.

    Auf HSG-Seite sieht man mit Ruhe dem Derby entgegen. Auch mit der Gewissheit, im Vorfeld alles Mögliche getan zu haben. Dazu gehörte auch, den Druck des unbedingten Gewinnenmüssens von der Mannschaft zu nehmen. Sollte es in dieser Saison mit dem Aufstieg in die Oberliga noch nicht klappen, so dürfte dies für das kommende Spieljahr aber machbar sein, denn die Mannschaft ist noch nicht am Ende ihrer Entwicklung.

    Für die neue Saison hat man bereits einen weiteren Torhüter und Linksaußen an der Angel. Möge das Derby am Sonntag zu einer Werbung für den Handballsport werden und dadurch auch Nachahmer besonders beim Nachwuchs finden.
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