Laufen ist mehr als Sport und Bewegung, Laufen hat positive Auswirkungen auf das psychisches Wohlbefinden. Bewegung führt zu einem besseren Körpergefühl, zu Erfolgserlebnissen und zu psychischer Stabilisierung. Gerade Personen mit einer leichten bis mittleren Depression fühlen sich durch Laufen nachweislich wohler. Jedoch auch auf alle anderen psychischen Erkrankungen, kann ein regelmäßiges Lauftraining die psychotherapeutische oder medikamentöse Therapie aktiv und wirksam unterstützen.
Studien bekräftigen: Vor allem regelmäßiges Ausdauertraining wie das Laufen hat einen positiven Effekt auf die Stimmung von Depressionspatienten. So soll Laufen die Menge des stimmungsaufhellenden „Glückshormons“ Serotonin und weiterer wichtiger Botenstoffe im Gehirn steigern.
Motivation in der Gruppe
Besonders gut ist es, wenn das Laufen gemeinsam in einer Gruppe stattfindet. Angespornt vom „ Wir-Gefühl“ ist es oft einfacher, sich zu körperlicher Aktivität zu motivieren. Kleine und große Erfolgserlebnisse, die das Meistern einer bestimmten Laufstrecke mit sich bringt, tun dabei ihr Übriges.
Wie bei allen Menschen fördert Sport bei Menschen mit Depression zudem die Ausdauer, Beweglichkeit, koordinative Fähigkeiten, Konzentration und Körperwahrnehmung. Außerdem kann das Laufen von belastenden Empfindungen und Wahrnehmungen ablenken, Ärger und Aggressionen abbauen. Neben der körperlichen Aktivierung kann Laufen also ein besseres Körpergefühl und eine Steigerung des Selbstwertgefühls bewirken. Im Jahr 2016 gab es hierzu ein Modellprojekt „Laufen für Menschen mit Depression“, u.a. im Mainz.
Laufgruppe in Worms
Seit 2014 findet im Rahmen der Wormser Tage der Seelischen Gesundheit ein Solidaritätslauf „Bewegt aus der Depression“ statt.
Zusätzlich gibt es seit diesem Jahr in Worms - in Kooperation von DRK Tagesklinik Worms, DRK Haus für Jugend und Familie sowie Psychosoziales Zentrum des Caritasverband Worms e.V. - einmal wöchentlich eine Laufgruppe über eine Dreiviertelstunde. Treffpunkt ist jeden Montag um 16.45 Uhr am Parkplatz bei der Jahnturnhalle. Der Streckenverlauf ist im „Wäldchen“ auf einem Rundkurs. Die Übungsleiter stimmen das Tempo und die nötigen Gehpausen mit den Läufern ab. Begleitet wird die Gruppe von mindestens einem Mitarbeiter. Die Übungsleiter sind im Wechsel Fachärzte, Sozialpädagogen oder Ergotherapeuten.
Teilnehmen kann jeder über 18 Jahren, der sich in psychiatrischer oder psychotherapeutischer Behandlung befindet. Voraussetzung der Teilnahme ist die körperliche Fähigkeit, über einen Zeitraum von ca. 20 Min im langsamen Tempo zu joggen oder zu walken. Die Teilnahme ist kostenlos und auch spontan ohne Anmeldung möglich. Gelaufen wird immer montags von 16.45 bis 17.45 Uhr. Treffpunkt ist der Parkplatz an der Jahnturnhalle.
Bei Rückfragen können sich Interessierte an Anja Jäger, Psychosoziales Zentrum des Caritasverbandes Worms e.V., Telefon 06241/20617-0 oder E-Mail an beratungsstelle@caritas-worms.de<mailto:beratungsstelle@caritas-worms.de> wenden. Die Laufgruppe ist zunächst bis Ende September geplant. Zum Abschluss wird ein Solidaritätslauf gegen Depressionen im Rahmen der Tage der Seelischen Gesundheit am 23. September um 14 Uhr stattfinden.
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