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  • Fr., 22. November 2019, 10:29 Uhr
    HSG Worms: Heimspiel gegen TV Mühlheim am 8. Dezember

    Der Druck des Gewinnen-Müssens

    Da kann man reden und reden, aber weiterhin keine Besserung in Sicht. Trainer Marco Tremmel und sein Team stehen nun in der Pflicht zu liefern. Foto: Felix Diehl


    Wiedergutmachung lautet das Stichwort, wenn die Handballer der HSG Worms am Sonntag Zuhause vor heimischem Publikum gegen den TV Mülheim um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der Oberliga antreten. „Unser Kapitän hat sich nach dem Spiel mit Worten bereits entschuldigt, jetzt müssen wir Taten folgen lassen – egal wie“, sagt HSG-Trainer Marco Tremmel mit Blick auf das Heimspiel gegen die Mittelfeldmannschaft aus dem Rheinland und im Rückblick auf das Debakel im Kellerduell mit der HSG Eckbachtal.

    Nach der unerwarteten und vor allem in der Art und Weise nicht zu akzeptierenden Niederlage beim Mitabstiegskonkurrenten ist es wieder unruhig im Lager der Wormser Drachen geworden. Der Heimerfolg gegen Vallendar ist wieder vergessen, der Druck des Gewinnen-Müssens ist wieder da. „Wir konnten nach so einer Leistung nicht zur Normalität übergehen und haben in Vorbereitung auf das schwere Spiel gegen eine eingespielte Mülheimer Mannschaft einige Maßnahmen ergriffen“, berichtet Marco Tremmel von der Trainingswoche.

    Nach einem intensiven Dienstags-Training, bei dem vergleichsweise wenig mit Ball gearbeitet wurde, zitierte der Trainer seine Mannschaft zur ausgedehnten Analyse der Nicht-Leistung gegen Eckbachtal. Darüber hinaus gab es sowohl im großen Kreis, wie auch unter Vier-Augen, das eine oder andere ernste Gespräch. „Ich erwarte von diesen Maßnahmen, dass am Sonntag jeder von der ersten bis zur letzten Sekunde brennt und jede meiner Vorgaben umsetzt“, sagt Marco Tremmel klar und deutlich.

    Dass ihm ausgerechnet an diesem Wochenende einige Leistungsträger auszufallen drohen, macht die Sache nicht einfacher. Janis Hafer konnte aufgrund einer Gehirnerschütterung aus dem letzten Spiel nicht trainieren, Moritz Happersberger und Julius Herbert hatten ebenfalls große Probleme aufgrund der grassierenden Grippe-Welle. Hinter dem Einsatz aller drei Spieler steht für den Sonntag ein großes Fragezeichen. „Wir hoffen natürlich, dass alle Kranken einsatzfähig sind.

    Und wir hoffen trotz des schlimmen Auftritts am vergangenen Wochenende auf die Unterstützung der Fans“, sagt Marco Tremmel. Gegen Mülheim wird es jede Unterstützung brauchen. Denn die Rheinländer haben den Weggang des vielleicht besten Spielers der gesamten Oberliga, Max Zerwas, auffangen können. Zahlreiche Routiniers mit reichlich Oberliga-Erfahrung sowie starke Talente ergeben eine gefährliche Mischung, was vor allem die Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte zu spüren bekamen. Denn der TV Mülheim holt seine Punkte immer dann, wenn es gegen auf dem Papier schwächere Mannschaften geht. Und das reicht auch aus, stehen die Mülheimer mit mehr als akzeptablen elf Punkten aktuell im gesicherten Mittelfeld der Tabelle.
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