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Mo., 22. November 2021, 09:30 Uhr
Handball Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar Frauen: TG Osthofen holt im Kellerduell gegen HSG TVA/ATSV Saarbrücken mit 28:19 (15:8) den ersten Sieg des Jahres 2021
Der erste Tanz der TGO-Frauen
Mona Schmitt (Mitte) riss mit ihrer hohen Grundschnelligkeit Lücken in die 6:0-Abwehr der HSG TVA/ATSV Saarbrücken. Dazu brachte die agile Spielmacherin der TG Osthofen ihre Mitspielerinnen durch viele überraschende Anspiele häufig in gute Wurfpositionen. Foto: Felix Diehl
Von Jürgen Jaap | So selten. So lange her. So schön. Ausgelassen tanzen die jungen Frauen in einem Kreis mitten in der Wonnegauhalle Osthofen umher.
„Heimsieg, Heimsieg, Heimsieg“, schallt es von den Rängen. Mehr als volle 13 Monate mussten die Handballerinnen der TG Osthofen auf diesen Moment warten. 18:17 hieß es Anfang Oktober 2020 im Heimspiel der Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar gegen den TV Welling. Seither wegen Corona-Lockdown, der für ungültig erklärten Spielzeit 2020/2021 und einem verkorksten Start in die Saison 2021/2022 mit nur einem Unentschieden aus acht Spielen kein Tänzchen mehr für die Wonnegauerinnen. „Dieser Sieg war ein Muss“, bekennt Corinna Schuhmacher. Die erleichtert wirkende Handball-Trainerin der TG Osthofen schiebt nach: „Der Druck war eminent groß, aber wir haben geliefert und das Kellerduell gegen HSG TVA/ATSV Saarbrücken letztlich klar mit 28:19 gewonnen.“
Konzentrierte TGO zieht schnell davon
In der Tat. Die Mädels der TG Osthofen lieferten sofort ab. Speziell in Form einer kompakten 6:0-Abwehrreihe mit Vanessa Maluschke und Nina Reimann im kaum überwindbaren Mittelblock. „Wir haben sehr konzentriert begonnen“, zeigte sich Corinna Schuhmacher rundum mit der Leistung ihrer Mannschaft zu Beginn einverstanden.
„Und Sanja Pajic oder Mona Schmitt brauche ich ja gar nicht herausheben.“ Doch. Pajic (9) mit ihrer Sprung- und Wurfgewalt und die gedankenschnell und umsichtig agierende Spielmacherin Schmitt (6) mit ihrer enormen Schnelligkeit trafen im Angriff nach Belieben. So dämpfte Osthofen den von drei Trommlern angetriebenen Saarbrückener Anhang schnell von der Lautstärke her ein, denn ein 10:2-Zwischenstand nach 15 Minuten machte eines klar: Osthofen würde sich den ersten Oberliga-Sieg im neunten Saisonspiel nicht nehmen lassen.
Zweiter TGO-Anzug sitzt nicht
Wobei: Mit der Auswechselung nach 20 Minuten von Sanja Pajic und Vanessa Maluschke im Rückraum der TGO kam ein leichter Bruch ins Spiel der Gastgeberinnen. Der zweite TGO-Anzug saß nicht wirklich. Saarbrücken kam vor allem dank der Linkshänderin Jana Maximini (Schuhmacher: „Die haben wir nie in den Griff bekommen“), die auf Rechtsaußen insgesamt achtmal einnetzte, bis auf 13:8 (28.) heran.
„Um die Pause herum haben wir immer unseren Durchhänger“, stellte Schuhmacher fest. Sei’s drum. Ann-Christin Knierim und Nina Reimann sorgten über die linke Seite für zwei weitere Treffer und einen beruhigenden Sieben-Tore-Vorsprung zur Pause.
Zwischenspurt der TGO entscheidet Partie
Den Vorsprung transportierte Osthofen bis zum 19:12 (38.), ehe eine taktische Umstellung der Gäste viel Unordnung ins Spiel der TGO brachte. Die kurze Deckung für Pajic und später Schmitt, die beiden überragenden Spielerinnen der Partie, zeigte Wirkung. Saarbrücken verkürzte bis auf 19:15 (41.).
Ob einer hohen technischen Fehlerquote des punktlosen Tabellenletzten und eines Zwischenspurtes der TGO-Offensive zogen die Gastgeberinnen aber bis Mitte der zweiten Hälfte entscheidend auf 24:16 davon. Der Rest der Partie war Verwaltung der Führung und Vorbereitung der Tanzeinlage, mit der der laut Corinna Schuhmacher „eminent wichtige 28:19-Sieg“ gebührend gefeiert wurde.