Unter dem Titel: „Der frühchristliche Ort der Taufe nach den archäologischen und historischen Quellen“ laden die katholischen Pfarrgemeinden Dom und St. Martin am Freitag, den 11. September um 18.45 Uhr in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk Rheinhessen und der Direktion Landesarchäologie Mainz zu einem Vortrag in die Nikolauskapelle des Domes ein.
Referent des Abends ist Privatdozent Dr. Sebastian Ristow aus Köln. Die Auffindung der Reste einer möglichen frühchristlichen Taufpiscina bei archäologischen Grabungen vor der Südseite des Wormser Domes hat Anfang Juli dieses Jahres bundesweit Aufsehen erregt. Der Befund führt zurück in die Zeit der Anfänge des Christentums in unserem Raum. Wie wurde in dieser Zeit getauft und wie hat sich die Form und Liturgie der Taufe gewandelt? Was sagen uns die bekannten archäologischen Zeugnisse und Quellen? Der Vortrag versteht sich als ein Beitrag zur Einordnung des Fundes vor dem Dom zu Worms aus den archäologischen und historischen Quellen.
Mit Dr. Sebastian Ristow konnte ein ausgewiesener Fachmann für diese Fragen gewonnen werden. Nach dem Studium der Archäologie und seiner Promotion war er auf verschiedenen Grabungsstätten tätig, unter anderem an der Kölner Domgrabung beteiligt. Nach seiner Habilitation wirkt er als Privatdozent in Köln und mit Lehraufträgen an anderen Universitäten. Er gilt als der Fachmann für frühchristliche Baptisterien. Als Leiter der deutschen Sektion von CARE (Corpus Architecturae Religiosae Europae) hat er eine umfangreiche Dokumentation der archäologisch erschlossenen frühchristlichen Kirchenbauten zusammen getragen. Zugleich beschäftigt sich Dr. Ristow mit seiner Firma „ArchaeoPlanRistow“ mit der zeitgemäßen und sachgerechten Präsentation von Archäologie.
Unmittelbar vor dem Vortrag besteht ab 18 Uhr die Möglichkeit, unter Führung von der Leiterin der Direktion Landesarchäologie Mainz, Dr. Marion Witteyer, und von Markus Forman, Grabungstechniker in Worms, die Grabungsstätte selbst zu besichtigen.
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