Wormserin Kristina Telge knackt 11 Jahre alten deutschen Steinstoß-Rekord
„Der große Stoß"
Die Athletin mit ihrem Rekord-Gerät, das nach dem Wettkampf für die Anerkennung der neuen Bestweite exakt gewogen und vermessen werden musste.
Beim Rasenkraftsport-Einladungswettkampf in Mutterstadt ist der Wormserin Kristina Telge der buchstäbliche große Wurf - oder in dem Fall besser Stoß – gelungen. Sie erzielte mit 13,03 Meter im Steinstoßen der Altersklasse 3 bis 73 kg einen neuen deutschen Rekord. Dabei verbesserte sie die alte Bestmarke von 12,54 Meter, die elf Jahre lang Bestand hatte, gleich um einen knappen halben Meter und damit mehr als deutlich.
Wie sie das hinbekommen hat, erläutert sie selbst: „Der Stein ist in dieser Altersklasse nur noch 3 Kilo schwer. Da ich nicht von meiner Kraft lebe, sondern eher von der Technik, kommt mir das schon mal zugute. Außerdem haben viele Probleme damit, den Anlauf, der dem des Speerwerfens ähnelt, in den Stoß umzusetzen. Da ich schon immer auch einigermaßen gut Speerwerfen konnte, habe ich auch dadurch einen Vorteil.“ Die dritte wichtige Komponente, so die für den RKS Phoenix Mutterstadt startende Sportlerin, ist das Ausnutzen der körpereigenen Hebel. Bei einer Größe von 1,80 Meter kann sie auch hierdurch nochmal einiges herausholen. Für den Winter hat sie sich regelmäßiges Krafttraining verordnet. „Das ist vor allem für den Rücken wichtig, aber gibt natürlich auch spezifische Kraft.“ Dadurch hofft sie, im nächsten Jahr vielleicht nochmal eine Schippe drauflegen zu können – auch beim Gewicht- und Hammerwerfen, die zusammen mit dem Steinstoßen den Rasenkraftsport-Dreikampf bilden. „Der deutsche Rekord liegt hier bei über 2.800 Punkten“, erzählt die Wormserin, deren Bestleistung hier bei 2.715 Punkten liegt. „Das ist ein sehr ambitioniertes Ziel. Aber wer weiß, bei einem idealen Wettkampf ist alles möglich.“