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Fr., 25. November 2016, 16:19 Uhr
Hochheimer Turnverein von 1991 feierte sein 25-jähriges Bestehen mit vielen Ehrungen von 1991 feierte sein 25-jähriges Bestehen mit vielen Ehrungen
Der jüngste Turnverein in Worms mit weitaus älterer Geschichte
Der Wormser Sportkreisvorsitzende Günther Schnee zeichnete Gabriele Heeß und Hans-Jürgen Bergner mit der Ehrennadel des Sportbundes Rheinhessen aus. Foto: Klaus Diehl
VON KLAUS DIEHL Als sich im Jahr 1991 die Turnabteilung des TuS 1883 Hochheim zum heutigen Hochheimer Turnverein 1991 löste, sorgte dies für großes Aufsehen im Turnbereich. Heute sind alle diese Zerwürfnisse vergessen, auch dadurch ersichtlich, dass Bernd Rauh, Ehrenvorsitzender des TuS Hochheim, die Laudatio bei der Feierstunde im Katholischen Jugendheim in Hochheim hielt. Für Bernd Rauh war es besonders wert, zu Beginn des Jubiläums Rückschau ab dem Jahre 1883 zu halten. Der Hochheimer Turnverein von 1991 führt die Tradition der Turnerei in der Vorortgemeinde Hochheim als einziger Verein fort. Es ist unbestritten, dass die Turnerei, auch die Grundlage der Gründung des heutigen TuS 1883 Hochheim war. In seinem bemerkenswerten und inhaltsreichen Vortrag wusste Bernd Rauh sowohl die Sportgeschichte wie auch das Leben in Hochheim bis heute, detailliert und keineswegs langweilig darzubringen. Er sparte nicht aus, dass es auch in Hochheim immer wieder Zwist zwischen Turnern und Fußballern gab. Zurückblickend stellte er heraus, dass die damalige Fußballabteilung und ein anmaßender Vereinswirt den Turnern so viel Schwierigkeiten machte, dass diese in den vereinseigenen TuS-Räumen ihre Übungsstunden nicht mehr abhalten konnten. Trotz Bemühungen schaffte es die damalige TuS-Vereinsführung es nicht, entscheidend einzugreifen, so dass am 18. November 1991 durch 8 Personen der heutige Hochheimer Turnverein1991 gegründet wurde.
Zum 1. Vorsitzenden wurde Hans Lentz gewählt, der dieses Amt auch schon früher (Sportheimbau) beim TuS Hochheim inne hatte. Es gab direkt eine Frauen- und Männer-Gymnastikgruppe. Ab dem Jahr 1995 gab es neue Turnangebote für Mutter/Kind und für jüngere Frauen. Ende 1995 verfügte man schon über 160 Mitglieder. Weitere Gruppen mit Aerobic, Kindern und eine zweite Mutter-Kind-Gruppe kamen dazu, ehe im Jahr 1999 Ludwig Saxer den Vorsitz übernahm und Hans Lentz zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde.
In der Alten Schule in Hochheim konnte durch Eigenleistung ein Vereinsheim ausgebaut und eingeweiht werden. Im Jahr 2002 bekam der Verein die Auszeichnung „Pluspunkt Gesundheit“ des DTB überreicht und die Mitgliederzahl war auf 322 gestiegen. Neue Tanzgruppen kamen dazu und im Jahr 2008 übernahm Ernst Delp den Part des 1. Vorsitzenden, den im Jahr 2013 bis heute Hans-Jürgen Bergner übernahm. Nicht zu vergessen die Jahre 2010/2011 in denen etliche Turnhallen wegen Renovierung, besonders die Sporthallen der Diesterwegschule, nicht zur Verfügung standen und den Sportbetrieb derart beeinträchtigen, das sich die Mitgliederzahl rapide abnahm und sich bis heute auf 240 einpendelte.
Auch die Geselligkeit wird beim Hochheimer Turnverein 1991 großgeschrieben und bis heute sind es 13 Gruppen, die mit den verschiedensten Angeboten einladen, sich sportlich in der Gemeinschaft des Hochheimer Turnvereins 1991 fit zu halten. Aus den Reden der Gratulanten wie der evangelischen Pfarrerin Yvonne Siegel, Oberbürgermeister Michael Kissel, Ortsvorsteher Timo Horst, Sportdezernent Uwe Franz, dem Wormser Sportkreisvorsitzenden Günter Schnee und Hochheimer Ortsvereinen wurde deutlich sichtbar, dass die positive Entwicklung dieser Silber-Epoche von 25 Jahren nur durch viel ehrenamtlichen Einsatz vieler Frauen und Männer möglich war und der Hochheimer Turnverein 199 heute im Leben der Vorortgemeinde, besonders auch bei gesellschaftlichen Veranstaltungen fest eingebunden ist.
Ehrungen: Ehrennadel des Sportbundes Rheinhessen für langjährige Vorstandsarbeit für Hans-Jürgen Bergner und Gabriele Heeß. Für 25 Jahre: Magda Frey und Daniel Martin als die letzten noch lebenden Gründungsmitglieder. Ferner für Emilie Deutschle, Martha Fischer, Angela Martin, Anita und Margit Oberle.