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  • Mo., 13. Januar 2020, 15:33 Uhr
    HANDBALL OBERLIGA FRAUEN: Rumpfteam der TG Osthofen muss bei VTV Mundenheim deutliche 22:35-Niederlage hinnehmen

    Der leidvolle Tanz auf dem Zahnfleisch

    Keine Verschnaufpause für Elena Thurow im Auswärtsspiel der TG Osthofen bei VTV Mundenheim: Die wurfgewaltige Linkshänderin musste sowohl im Rückraum als auch am Kreis ran und sorgte dabei immerhin für drei TGO-Tore. Foto: Felix Diehl


    VON JÜRGEN JAAP | Neues Jahr, altes Leid: Auch der Jahreswechsel und eine vierwöchige Winterpause konnten den personellen Notstand bei den Oberliga-Handballerinnen der TG Osthofen in der Saison 2019/2020 nicht wirklich aufbessern. Ganz im Gegenteil. Im ersten Spiel des neuen Jahrzehnts musste eine auf zehn Frauen arg eingeschrumpfte TGO-Truppe bei VTV Mundenheim ran. Bei einem der stärkeren Teams der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar gab es für die Wonnegauerinnen ob ihrer Verletzungs-Misere trotz erheblicher Gegenwehr zu Beginn fast erwartungsgemäß nichts zu erben. Die Mannschaft von TGO-Trainer Marcus Otterstätter unterlag 22:35, nachdem sie sich zur Pause noch bei einem 9:13-Rückstand auf Tuchfühlung zu den Handballerinnen aus dem Stadtbezirk von Ludwigshafen befand.

    Verletztenliste verlängert

    Doppelt bitter für Marcus Otterstätter: Es gab neben den altbekannten Langzeitverletzten noch weitere Ausfälle zu beklagen. Schon vor der Partie musste Spielmacherin Christina Fahrnbach passen. Und genau wie Fahrnbach verletzte sich auch Rechtsaußen Constanze Schnaubelt nach 20 Minuten am Knie. „Uns trifft es diese Saison knüppelhart“, musste Marcus Otterstätter ob des Pechs, das seine Mannschaft seit dem Saisonstart verfolgt, tief durchatmen. Zu diesem Zeitpunkt hatte die ohne ihre noch letztmals gesperrte Haupttorschützin Mona Schmitt aufgelaufene TG Osthofen gut mitgehalten. 5:5 stand es nach 18 Minuten. „Wir haben das ganz ordentlich gemacht, was machbar war“, fand Marcus Otterstätter. Gut, hätte Osthofen nicht noch drei Siebenmeter-Strafwürfe verworfen, dann wäre gar eine ausgeglichene Begegnung bis zur Halbzeit möglich gewesen.

    „Es war einfach nicht mehr drin“

    Ja, wäre … So aber machte sich bald der Mangel an Alternativen auf der Auswechselbank und als Folge dessen ein leidvoller Tanz auf dem Zahnfleisch bei den Gästen bemerkbar. „Die Mädels mussten nahezu durchspielen. Die Kraft ging zusehends mehr und mehr aus“, stellte Marcus Otterstätter fest. Mundenheim zog deshalb zur Mitte der zweiten Hälfte bereits auf 25:16 davon und baute die Führung bis zur Schlusssirene auf 35:22 aus. „Es war einfach nicht mehr drin“, zeigte sich Marcus Otterstätter trotz der auf dem Papier klaren Pleite mit der Leistung seines Rumpfteams durchaus einverstanden. Was für die kommenden Spiele wieder einen kleinen Hoffnungsschimmer am derzeit eher dunklen Wonnegauer Handball-Himmel aufwirft, ist der Umstand, dass Mona Schmitt wieder zur Verfügung steht. Das TGO-Rückraumass wird auch dringend benötigt, steht doch für das Team von Marcus Otterstätter am Samstagnachmittag (16 Uhr) das wichtige Abstiegsduell beim Tabellenvorletzten TG Waldsee an.

    Handball Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar Frauen

    VTV Mundenheim – TG Osthofen 35:22 (13:9)
    TG Osthofen: Haag, Kleinewächter; Knierim, Schnaubelt (1), Luckas (3), Nolda (5/2), Blanz (3), Kristina Graf (2), Hauck (5), Thurow (3).
    Zuschauer: 85.
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