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  • Mo., 22. November 2021, 12:02 Uhr
    JUGENDPARLAMENT: Fehlendes Angebot für Kinder und Jugendliche in der Innenstadt

    Der Lutherplatz - Ein Platz für alle

    "Spielende Kinder, Freudenschreie und Jugendliche, die ihre Freunde treffen - So oder so ähnliches lautet der Grund, mit dem versucht worden ist, durch Verbote und ähnliche Maßnahmen das Problem auf dem Lutherplatz zu lösen", heißt es in einer Mitteilung des Jugendparlaments (JuPa). Weiter wird die  Frage aufgeworfen, ob es  wirklich Kinder, die gegen einen Ball treten oder Jugendliche, die dort Freunde treffen, Musik hören und dort vom Stress durch Schule und Ausbildung abschalten, das Problem seien?
    "Kinder und Jugendliche sind Teil dieser Stadt, sie sind Bürger wie alle anderen auch. Sie haben Bedürfnisse, wie anderen Altersklassen auch, die Stadt und Politik befriedigen muss. Dabei genügt es eben nicht, nur Kindertagesstätten und Schulen zu bauen, sondern es ist genauso Aufgabe, den Kindern und Jugendlichen Raum zu geben", fordern die Mitglieder des JuPas.
    Darüber hinaus sei es auch immer Aufgabe der Politik, die Interessen verschiedener Gruppen miteinander in Einklang zu bringen und für das Verhalten anderer um Verständnis zu werben. Nur so könne sie dafür sorgen, dass alle Wormser nicht nur in dieser Stadt wohnen, sondern sich hier auch heimisch fühlten, erläutert das JuPa.
    "Verbote, wie das, was letzten Mittwoch beantragt wurde, sorgen nicht für einen Ausgleich, sondern verhindern diesen. Sie verdrängen die Kinder und Jugendlichen nur zu anderen öffentlichen Plätzen, wo die gleiche Debatte um Verbote erneut beginnt". Statt ein Problem und die damit einhergehenden Beschwerden von Anwohnern oder Touristen zu verschieben, sollte nach Auffassung der Jungparlametarier, die Politik ihre Mühe darin investieren, den Kindern und Jugendlichen ein attraktives Angebot zu machen und ihre Bedürfnisse ernst zu nehmen.
    "Das eigentliche Problem sind also nicht spielende oder Blumen pflückende Kinder, es sind nicht chillende Jugendliche. Es ist das fehlende Angebot für Kinder und Jugendliche, besonders im eng bebauten Bereich der Innenstadt.
    Gerade der Lutherplatz könnte eigentlich ein Paradebeispiel dafür sein, wie man mit Angeboten verschiedene Gruppen zusammenbringt und diese nicht gegeneinander ausspielt; er ist schließlich das, was er als einer der öffentlichen Plätze in dieser Stadt ist: Ein Platz für alle", schließt das Schreiben des Jugendparlaments.

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