Fr., 12. September 2014, 10:25 Uhr
Grüne Liste Altrhein unternimmt Testfahrt
Der neue VG-Bus 433 muss attraktiver werden
Bei einer Testfahrt hat die Grüne Liste Altrhein (GLA) die neue Buslinie 433 erprobt. Die neue Linie war die Antwort der Verbandsgemeinde auf die Initiative des Gimbsheimer GLAler Eugen Oswald, die schon bestehende Linie 432 von Gimbsheim zum Alsheimer Einkaufszentrum zu verlängern. Hintergrund des Vorschlags war, dass Gimbsheim keinen Supermarkt hat. Die neue Linie 433 führt von Gimbsheim über das Einkaufszentrum hinaus nach Mettenheim und bis zum Eicher Schulzentrum.
Die Busse genau dieser Linie sieht die Mettenheimerin Manuela Bach, Vizechefin der GLA Fraktion im VG Rat, nun seit Mitte Juni zumeist leer durch die Verbandsgemeinde fahren: „Geht der VG-Bus an den Bedürfnissen der Bürger vorbei? Sind die von der VG und dem Kreis jährlich eingesetzten mehr als 30.000 Euro sinnvoll investiert? “, fragt sich Bach.
Eine Testfahrt der GLA zeigte aus Sicht der Grünen deutlichen Änderungsbedarf auf: „Der Fahrplan ist zeitlich zu eng gestrickt. Er ist nur einzuhalten, wenn niemand einsteigt und eine Fahrkarte kauft. Der Bus fährt in Mettenheim eine sinnlose Schleife über den Kreisel nach dem Ortsausgang Richtung Worms, weil die Haltestellen Rathaus und Goldbach falsch herum angefahren werden. Schlecht gelöst sind die Haltestellen in Eich. Hier brauchen wir einen Halt direkt vor dem Einkaufszentrum und vor der Verbandsgemeindeverwaltung und nicht so entfernt wie bisher. Auch ist der Fahrplan nicht so abgestimmt, dass sinnvolle Zeiten bis zur Rückfahrt vom Einkaufszentrum oder der Verbandsgemeindeverwaltung entstehen. Mit den Abfahrtszeiten der Züge in Alsheim oder Mettenheim ist der Fahrplan auch nicht abgestimmt“, zog Manuela Bach nach der Fahrt kritisch Bilanz. Hinzu kommen kleine Unzulänglichkeiten wie fehlende Fahrplanaushänge oder zugewachsene Schilder an einzelnen Haltetstellen.
David Profit, Alsheimer GLA-Fraktionsvorsitzender ergänzt: „Für den Alsheimer Einzelhandel in der Bachstraße und der Nossener Straße kann die neue Buslinie zum echten Gewinn werden. Die Haltestelle Nossener Straße vorm Einkaufszentrum muss auf beiden Seiten barrierefrei werden. Der Bus hält dort an einem Grünstreifen, der nach Regen matschig wird. Das ist gerade für Seniorinnen und Senioren problematisch. Gut wäre außerdem, die Haltestelle „Einkaufszentrum“ zu nennen.“ Nach Ansicht Profits sollte für den Bus auch mehr geworben werden.
Manuela Bach hat in einem Brief Landrat Görisch, Bürgermeister Kiefer und die Geschäftsführer des Verkehrsverbundes und des Busbetreibers über die Erfahrungen informiert und im Namen der GLA konkrete Verbesserungen vorgeschlagen. Bach: „Ich bin optimistisch, dass ein großes Interesse an Nachbesserungen besteht. Immerhin geht es bei einem solchen Bus um die Attraktivität unserer Orte im Hinblick auf den demografischen Wandel. Die GLA hat auch Unterstützung bei der Planung und bei der Werbung angeboten. So können wir zum Beispiel zusammenstellen, welche Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, Dienstleister und Sehenswürdigkeiten von den jeweiligen Haltestellen erreichbar sind. Das ist für Nutzerinnen und Nutzer sicherlich hilfreich.“