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  • Fr., 24. Oktober 2014, 21:39 Uhr
    Spatenstich für neues Mutter-Kind-Zentrum am Klinikum Worms vollzogen / Geplante Fertigstellung Ende 2017

    „Der richtige Weg in die Zukunft“

    Gemeinsam mit Architekten und am Bau beteiligten Firmen vollzog das Direktorium des Klinikums am Freitag den Spatenstich für das neue Mutter-Kind-Zentrum. Das gelbe Gebäude im Hintergrund wird im zweiten Bauabschnitt teilweise abgerissen. Foto: Lili Judith Oberle


    VON LILI JUDITH OBERLE Damit in Zukunft die Mutter gemeinsam mit ihrem Kind behandelt und versorgt werden kann, rüstet das Wormser Klinikum jetzt auf. Die Baumaßnahmen am neuen Mutter-Kind-Zentrum sind zügig angelaufen. Gestern fand der offizielle erste Spatenstich für den modernen Neubau statt, der Kinderklinik, Neugeborenenstation, Neugeborenenintensivstation, Kreißsaal und Gynäkologie in einem eigenen Gebäudetrakt vereint. Insgesamt 25 Millionen Euro soll der vierstöckige Neubau kosten, von denen 13,3 Millionen Euro durch den von Minister Alexander Schweitzer zugesicherten Förderbescheid des Landes Rheinland-Pfalz übernommen werden. Kurze Wege und ein optimaler Raumkomfort sollen auf 5.000m2 realisiert werden.

    Für den Neubau wird die bestehende Kinderklinik um den quadratischen Atrium-Anbau mit lichtdurchflutetem Innenhof ergänzt. Lediglich der zweigeschossige Flügelteil des aktuellen Kinderklinikgebäudes wird für das Bauvorhaben abgerissen. Der Bauabschnitt gliedert sich in zwei Phasen: Zunächst wird der Neubau des Mutter-Kind-Zentrums fertiggestellt. Im Anschluss erfolgt der Abriss und Umbau der bereits bestehenden Kinderklinik.
    Das neue Gebäude sei der „Richtige Weg in die Zukunft“, waren sich Architekt Torsten Petroschka, sander.hofrichter architekten GmbH, und der Klinikum-Geschäftsführer Friedrich Haas einig. Auch, dass das Gebäude viergeschossig geplant wurde, bringe einen immensen Platzgewinn, auch um eventuell später Stationen aus dem Hauptgebäude umzusiedeln. Zunächst jedoch sollen nur die untersten drei Stockwerke ausgebaut werden. Denn aufgrund der Zusammenlegung der Stationen, gewinne man bereits auch im Haupthaus einiges an Platz, so Haas erfreut.

    Auch der Chefarzt der Frauenklinik, Prof. Dr. Thomas Hitschold, und der Chefarzt der Kinderklinik, Prof. Dr. Heino Skopnik, waren sichtlich erfreut über den Baubeginn. „Nach einer Entbindung sollte sogleich auch wieder eine Bindung erfolgen damit Mutter und Kind, gerade auch in einem Krankheitsfall oder bei einem Frühgeborenen, nicht wieder voneinander getrennt werden“, erläuterte Prof. Dr. Hitschold. Um den Patienten den Aufenthalt so angenehm wie nur möglich zu gestalten, setzt das Klinikum zudem vermehrt auf Einzelzimmer, für die – unabhängig vom Versicherungsstatus – keine Zusatzkosten entstehen.
    Das Zukunftsmodell ist einzigartig in ganz Deutschland und soll voraussichtlich bis Dezember 2017 abgeschlossen sein. In vier bis fünf Wochen beginnen die Betonarbeiten.

    So soll das neue Gebäude des Mutter-Kind-Zentrums aussehen. Grafik: sander.hofrichter architekten GmbH

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