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  • Do., 14. November 2019, 17:44 Uhr
    Verbandsgemeinde Wonnegau: Bau des Hauptsammlers im Bereich des Bauhofes Osthofen hat begonnen

    Der Rohrvortrieb ist angefahren

    Damit gewohnte Dinge funktionieren und auch verbessert werden, ist häufig ein riesiger Aufwand und auch viel Geld erforderlich, sowie derzeit beim 8,5 Millionen Euro teuren Bau des Pumpwerks im Bereich des Bauhofes des Stadt Osthofen einschließlich des Hauptsammlers DN 2.000 von der Schubertstraße bis zum neuen Pumpwerk der Abwasserbeseitigungseinrichtung Verbandsgemeinde Wonnegau, Betriebszweig Osthofen.

    Vom Bau des Hauptsammlers mit einem lichten Durchmesser von 2,00 m und einer Gesamtlänge von 440,00 m ist nur ein ganz geringer Anteil der Bevölkerung betroffen und nimmt diesen wahr, denn die Herstellung erfolgt unterirdisch in einem Rohrvortriebsverfahren in einer Tiefe von 6 bis 8 Metern. Der Beginn dieses Verfahrens ist die Press- bzw. Startgrube am Bauhof, eine Baugrube mit einer Tiefe von etwa 8,5 m und einem Durchmesser von fast 20,0 m. Das Ende des Rohrvortriebes wird eine Zielgrube (ca. 6,5 m tief, 9,0 m lichter Durchmesser) hinter dem alten Pumpwerk in der Schubertstraße sein.

    Am 7. November wurde die Tunnelbohrmaschine (TBM) in die Pressgrube eingesetzt. Nach einer vermessungstechnischen Ein- und Ausrichtung ist der Rohrvortrieb angefahren.

    Meter um Meter, Rohr für Rohr wird sich der Bohrkopf unterirdisch vom Bauhof in westliche Richtung zur Schubertstraße vorarbeiten. Der Vortrieb der projektierten Rohrstrecke wird nach Angabe der ausführenden Firma, der Fa. Sonntag Baugesellschaft mbH aus Bingen, in rd. 15 Tagen abgeschlossen sein.

    Nach Beendigung des Rohrvortriebes DN 2.000 mm wird mit dem Bau des neuen netzabschließenden Pumpwerks in der vorhandenen Startgrube begonnen. Parallel hierzu werden zwei weitere, allerdings kürzere Pressungen (DN 1.000 und 1.600 mm) im Bereich der Schubertstraße zwischen Saarstraße und Heinz-Rühmann-Straße durchgeführt.

    Altes Pumpwerk wird stillgelegt
    Sobald die elektro- und maschinentechnische Ausrüstung im Pumpwerk „Bauhof“ installiert ist, werden im Bereich der Schubertstraße noch alle notwendigen Verknüpfungen zum vorhandenen Kanalnetz hergestellt und das neue Pumpwerk dann in Betrieb genommen. Das Pumpwerk „Schubertstraße“ wird danach stillgelegt. Die ehemaligen Verbindungskanäle vom Pumpwerk „Schubertstraße“ bis zum Regenüberlaufbauwerk „Fuhrpark“, auf dem Gelände des städtischen Bauhofes, werden abschließend zurückgebaut.

    Das Gesamtprojekt wird nach dem derzeitig gültigen Bauzeitenplan der bauausführenden Fa. Sonntag Baugesellschaft mbH bis Ende 2020 abschließen, sofern keine unvorhergesehenen Dinge eintreten.

    Weiterhin ist hier noch anzumerken, dass durch den Bau des Hauptsammlers DN 2.000 mm ein zusätzliches Nutzvolumen von rd. 1.300 cbm im Kanalnetz der Stadt Osthofen geschaffen wird.

    Mehr als 2 Jahre vorbereitende Arbeiten
    Die vorbereitenden Arbeiten der Verbandsgemeindeverwaltung bis zum Beginn dieser Maßnahme im Juli 2019 dauerten mehr als zwei Jahre, bis alle Genehmigungen erteilt, Gutachten erstellt, Geländeverhandlungen und Planungen abgeschlossen waren. Ferner wurden alle abgewickelten Schritte in den politischen Gremien diskutiert und beschlossen. Aus Naturschutz-, Umweltschutz- und Infrastrukturgründen wurde für den Bau des Hauptsammlers ein umweltschonendes Rohrvortriebsverfahren gewählt. Für die Zulieferung und Andienung der Baustelle auf dem Bauhofsgelände wurde eine außerörtliche Zufahrt geplant.

    Danach wurde das Projekt ausführungsreif geplant und ausgeschrieben. Die Fa. Sonntag Baugesellschaft mbH aus Bingen erhielt den Zuschlag für den baulichen Teil in Höhe von brutto 7.000.000 Euro. Den Auftrag für die technische Ausrüstung des Pumpwerkes wurde an die Fa. Hornung Wassertechnik GmbH aus Maxdorf in Höhe von rd. 1.300.000 Euro vergeben.

    Für die Umsetzung des wasserrechtlich genehmigten Generalentwässerungsplan (GEP) für die Stadt Osthofen sind allerdings noch weitere bauliche Maßnahmen umzusetzen.

    Im Hintergrund liegt die startbereite Tunnelbohrmaschine: Hans Bernhardt, Inhaber, Ingenieurbüro Monzel-Bernhardt, Wolfgang Schwarz, Dipl. Ing., Ingenieurbüro Monzel-Bernhardt, Walter Wagner, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wonnegau, Michael Brandt, Dipl. Ing., Ingenieurbüro Monzel-Bernhardt, Jürgen Schmitt-Marschall, stellvertretender Fachbereichsleiter Fb4, Verbandsgemeinde Wonnegau, Ulrich Moses, Technischer Angestellter, Verbandsgemeinde Wonnegau, Volker Schaak, Leitender Ingenieur, Ingenieurbüro Monzel-Bernhardt, Andreas Schneider, Polier, Fa. Sonntag Baugesellschaft mbH, Mathias Moog, Bauleiter, Ingenieurbüro Monzel-Bernhardt und Claudia Wolf, Technikerin, Ingenieurbüro Monzel-Bernhardt (von links).


     

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