Do., 12. Dezember 2013, 16:31 Uhr | PR-Anzeige
Der Traum von den eigenen vier Wänden
Immer mehr Deutsche setzen aufs Eigenheim. Wie aus den Ergebnissen der Einkommens- und Verbraucherstichprobe des Statistischen Bundesamtes vom 10.12.2013 hervorgeht, ist der Traum vom Eigenheim für 28 Prozent der rund 40 Millionen Privathaushalte bereits in Erfüllung gegangen. Ergänzt man diese Zahl um die Wohneigentümer selbstgenutzter Eigentumswohnungen, so zeigt der Bericht: In Deutschland lebten Anfang 2013 ganze 43 Prozent aller Haushalte in Wohneigentum.
Im Westen mehr Eigenheimbesitzer als im Osten
Nach wie vor besteht allerdings ein starkes Gefälle zwischen dem ehemaligen Bundesgebiet und den neuen Bundesländern, einschließlich Berlin. Während sich im Westen der Republik 46 Prozent der Haushalte den Traum vom Eigenheim bereits erfüllen konnten, haben in Ostdeutschland nur 23 Prozent den Schritt in die eigenen vier Wände gewagt. Als Erklärung für diese Tendenz lassen sich die großen Lohnunterschiede zwischen Ost und West heranziehen, die sich, wie die
Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete, auch Ende 2013 hartnäckig halten. Demnach werden die höchsten Bruttogehälter in München, Frankfurt und Stuttgart gezahlt, die Schlusslichter bilden Berlin, Dresden und Leipzig.
Vor allem Paare mit Kindern setzen aufs Eigenheim
Unterschiede in Bezug auf die Wohnsituation zeigten sich zudem zwischen den unterschiedlichen Haushaltstypen. Neben dem verfügbaren Eigenkapital ist demnach auch die persönliche Lebenssituation für die Wahl der Wohnsituation verantwortlich.
Der als pdf vorliegende Sonderbericht des Statistischen Bundesamtes zeigt, dass der Anteil an Paaren (53,4 Prozent) und Paaren mit Kindern (59,5 Prozent), die mietfrei im Eigenheim wohnen, deutlich höher ist als der Anteil alleinlebender (24,9 Prozent) und alleinerziehender (19,6 Prozent) Eigenheimbesitzer. Gerade Familien greift der Staat bei der Eigenheimfinanzierung erheblich unter die Arme. Viele Städte und Gemeinden sind bereit die Finanzierungsvorhaben junger Familien – beispielsweise durch günstiges Bauland – zu unterstützen. Der geeignete Ansprechpartner für die eigene Kommune lässt sich auf der Internetseite der Initiative
aktion pro eigenheim herausfiltern. Ist dieser gefunden, kann „Baugeld vom Bürgermeister" beantragt werden.
Möglichkeiten der Eigenheimförderung
Bauförderung bleibt jedoch nicht ausschließlich den Familien vorbehalten. Weitere Förderprogramme für Bauherren und Wohnungskäufer hat
die Stiftung Warentest zusammengestellt. Neben der kommunalen Bauförderung können sich Interessierte dort auch über folgende Fördermaßnahmen informieren und prüfen, ob sie die gesetzlichen Konditionen und Voraussetzungen erfüllen:
- Förderdarlehen der KfW-Bank
- Förderprogramme der Bundesländer
- Steuervorteile für Baudenkmäler
- Zulagen und Steuervorteile mit Riester-Darlehen
Die eigene Leistungsfähigkeit richtig einschätzen
Trotz der zahlreichen staatlichen Fördermöglichkeiten werden die meisten Bauherren und Wohnungskäufer um ein Darlehen nicht herum kommen. Diesbezüglich sollte man seine Haus- oder Wohnungsträume nüchtern betrachten und sich fragen, wie viel Eigenheim sich aufgrund der eigenen finanziellen Lage realisieren lässt. Nützliche Hilfestellung kann dabei der
Darlehensrechner von immobilienscout24 geben. Hier lässt sich mit wenig Aufwand aufgrund des zur Verfügung stehenden Eigenkapitals, der monatlichen Wunschrate, effektivem Jahreszins und anfänglicher Tilgung der maximalen Kaufpreis für die zukünftige Traumimmobilie ermitteln. Wichtig: Bei der Kalkulation sollten von Anfang an auch die Bau- bzw. Kaufnebenkosten wie Maklercourtage, Notarkosten sowie Grunderwerbssteuer einbezogen werden.