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  • Mo., 31. März 2025, 14:25 Uhr
    Fußball: Nächster Nackenschlag für Pfeddersheim in der Nachspielzeit/ Wichtige Spieler wollen bei der TSG verlängern

    „Der Zusammenhalt ist verloren gegangen“

    Egal in welcher Liga: Marcell Oehler bleibt der TSG erhalten. Er wird das Trainerteam als spielender Co-Trainer ergänzen.
    Archivfoto: Felix Diehl

    Bei der TSG Pfeddersheim ist in dieser Saison schon einiges passiert. Höhepunkt war der Rücktritt des sportlichen Leiters Manuel Wöllner. Doch auch diese Personalie wird den Verein nicht ins Bodenlose stürzen – führungslos wird er jedenfalls nicht sein. Laut Homepage stehen 16 Personen im Vorstand zur Verfügung, um den Verein zu führen. Im Vorstand gibt es eine gute Mischung aus Jung und Alt, Männern und Frauen sowie aus dem Fußball und aus der Wirtschaft. Jeder kann seine Fachkompetenz einbringen. 

    Jugend und 2. Mannschaft erfolgreich

    „Es gibt viel Gutes zu berichten, sportlich leider nicht“, so der 1. Vorsitzende Rolf Emrich. Mit dieser Aussage ist aber nur das Aushängeschild eines jeden Vereines gemeint – die 1. Mannschaft. Denn bei der Jugend und der 2. Mannschaft sind die Weichen auf Erfolg gestellt. Die Zweite kämpft um den Aufstieg in die Bezirksliga und Trainer Björn Miehe wird nun doch Trainer bleiben. Alle Jugendmannschaften sind doppelt besetzt, in der nächsten Saison auch mit zwei U19-Mannschaften. Emrich weist darauf hin, was sich im Umfeld in den letzten Jahren verändert hat: Der Kunstrasenplatz, ein neuer Anbau mit Kabinentrakt und jetzt eben eine neue Terrasse zwischen den beiden Plätzen. Diese wird sogar in Eigenregie gebaut.

    „Es wurden viele Fehler gemacht“

    Nicht wegzudiskutieren ist die aktuelle Lage der Verbandsligatruppe. „Wir wissen genau, dass in den letzten zwei Jahren viele Fehler gemacht wurden. Ich betone aber, dass dafür nicht alleine Manu verantwortlich ist. Wir alle von der TSG sitzen gemeinsam im Boot. Ich bin jetzt seit 33 Jahren in der Vorstandsarbeit tätig, ob Neuhausen oder TSG, aber so ein Jahr habe ich noch nicht erlebt. Der Zusammenhalt in der Mannschaft ist verloren gegangen“, erklärt Emrich. 

    Bei der Auswahl neuer Spieler hatten die Verantwortlichen auf manche „falsche Pferde“ gesetzt. Jetzt werden Spieler gesucht, die gerne für die TSG spielen und die Vereinsphilosophie verinnerlichen. Jung und ehrgeizig sollen sie sein und aus der Region kommen. Der TSG ist bewusst, dass diese Suche nicht so einfach sein wird, wenn es wieder eine Klasse tiefer gehen könnte. Es wird natürlich für die Verbandsliga und die Landesliga geplant. Die Vorarbeiten hat Manuel Zöllner schon erledigt. Mit den bereits kontaktierten und angedachten Neuzugängen werden die Gespräche im Vorstand weitergeführt, bis ein neuer Sportlicher Leiter gefunden ist. Denn diese Stelle soll neu besetzt werden. 

    Marcell Oehler bleibt der TSG erhalten

    Vier neue Spieler sind bereits verpflichtet. Angestrebt wird ein Kader mit 22 Positionen inklusive zwei Torhütern. Auch die Zusammenarbeit mit dem bisherigen Trainerteam soll weitergeführt werden. Eine wichtige Personalie ist bereits unter Dach und Fach: Als spielender Co-Trainer wird Marcell Oehler der TSG erhalten bleiben. Weitere wichtige Spieler haben ihr Interesse bekundet, auch in der Landesliga bei der TSG bleiben zu wollen. In Ruhe und ohne Schnellschüsse soll in den nächsten zwei Jahren aufgebaut werden. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir im Uwe-Becker-Stadion wieder besseren Fußball sehen werden als in den letzten beiden Jahren“, so Emrich. Auch die SAT-Turniere ist die TSG weiterhin als Ausrichter vorgesehen. 

    Zeichen stehen auf Abstieg

    Die Zeichen stehen auf Abstieg. Noch haben es die Pfeddersheimer selbst in der Hand, aber die Luft wird dünner. Am Sonntag setzte es in Zeiskam die nächste Niederlage mit einem Tor Unterschied. Der spielentscheide Treffer zum 1:0 resultierte aus einem fragwürdigen Elfmeter in der Nachspielzeit. Bezeichnend für die Lage der Mannschaft sind die Szenen danach. Zuerst ging der Kopfball von Fabian Herchenhan an die Latte und kurz darauf verweigert der Schiri der TSG nach einem Foul an Lion Schubach den fälligen Elfmeter. Am Samstag, dem 5. April, zählt im Heimspiel gegen Steinwenden nur ein Sieg. Anpfiff ist um 15 Uhr.

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