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  • Mo., 26. Februar 2024, 18:38 Uhr
    FUSSBALL: Wormser Teams treffen aufeinander / Favoriten setzen sich dabei durch

    Derbyzeit in der Bezirksliga

    Er war schon am Torhüter vorbei, dennoch scheiterte Jonas Frey mit seinem Abschluss, aus spitzem Winkel, am Torpfosten. Foto: Felix Diehl


    Von Marcus Diehl › Erster Spieltag im neuen Jahr und gleich war Derbyzeit angesagt. Die vier Wormser Mannschaften in der Bezirksliga Rheinhessen trafen aufeinander. Die um den Aufstieg spielenden Teams waren dabei die Gastgeber. Beide Begegnungen waren die Favoriten am Ende auch siegreich. Der TuS Neuhausen setzte sich gegen die Reserve der TSG Pfeddersheim durch und der SV Horchheim schlug den ASV Nibelungen Worms. Die Spitze ist in der Tabelle weiter zusammengerückt. Denn Spitzenreiter Fortuna Mombach spielte beim Vierten der Tabelle, Nieder-Olm, nur 2:2 Unentschieden.

    Minimal im Abseits

    Der TuS Neuhausen holte einen 2:0-Sieg gegen den Tabellenletzten Pfeddersheim. Das junge Team der TSG machte den Gastgebern das Leben sehr schwer. Neuhausen agierte wie ein Spitzenteam und war letztendlich ausgebuffter als ihr Kontrahent. Es war ein verdienter Sieg, über die gesamte Spielzeit gesehen. Vor allem in der ersten Hälfte hätte es auch in die andere Richtung gehen können. Nach einer Viertelstunde lag der Ball im TuS-Gehäuse. Doch der angebliche Torschütze, Fabian Kerth, stand minimal im Abseits.

    Unverdiente Führung zur Pause

    Kurze Zeit später startete Artur Ermilow, alleine auf den Neuhausener Torhüter Hendrik Rohde zu, brachte den Ball aber nicht im Tor unter. Ganz anders der TuS. Eiskalt haben sie kurz vorm Pausenpfiff zugeschlagen. Während die TSG noch über ein Handspiel im Mittelfeld sich echauffiert haben, vollendete Joshua Ries einen Spielzug zur Führung.

    „Die Pausenführung war für uns unverdient. Die TSG hätte in Führung gehen müssen“, war TuS-Trainer Franz Graber froh über den Spielstand. Seine Unzufriedenheit zeigte er mit zwei Wechseln schon zur Pause. Vor allem das Wechselspiel im Mittelfeld war nicht nach seinem Geschmack.

    TuS verschießt Elfmeter

    Nach der Pause wurde es besser. Das 2:0 durch Steven Junkert, zeigte wieder die ganze Routine. Eine Körpertäuschung und den Ball locker in die Ecke geschlenzt. Jonas Frey, an den Pfosten, und Marc Sackreuther, mit einem verschossenen Foulelfmeter, verpassten eine höhere Führung. Lange Zeit konnte Pfeddersheim mit dem Spitzenclub mithalten. Es wäre mehr möglich gewesen. „Wie schon letzte Woche hat uns das 1:0 vor der Pause sehr geholfen. Wir tun uns dann leichter, wenn der Druck weniger wird“, meint Trainer Franz Graber.

    Favorit schwächelte in erster Hälfte

    Trotz des 7:1 Erfolges seiner Mannschaft war Trainer Sascha Löcher vom SV Horchheim gegen den ASV Nibelungen mit der Leistung überhaupt nicht zufrieden. In der Kabine wurde es einmal so richtig laut. Denn zur Pause stand es sehr überraschend nur 1:1 Unentschieden und das war noch schmeichelhaft für die Gastgeber. Denn eine 0:2-Führung für die Nibelungen hätte es auch sein können. „Unterirdisch, es grenzte an Arbeitsverweigerung. Nur Standfußball betrieben, den Gegner einfach nicht ernst genommen“, sprach der Coach nach der Partie. Liam Brach erzielte nach zehn Minuten die Führung für die Grünen. Noch vor der Pause traf Tom Ferlemann zum wichtigen Ausgleich. Die Gäste suchten ihr Heil in der Abwehrarbeit und waren vorne durch schnelle Konter, meist über Kevin Borlinghaus, ein ums andere Mal, gefährlich vorm Horchheimer Tor.

    Kabinenpredigt mit Wirkung

    Doch die Kabinenpredigt zeigte beim SVH ihre Wirkung. Dazu kamen noch die schwindenden Kräfte der Gäste. Nach dem schnellen 2:1 durch Nils Höflich war die Luft raus beim ASV und Horchheim nahm Fahrt auf. Malte Rheinheimer, zweimal Lars Freese, Niklas Voll und Christoph Braun trafen noch zum standesgemäßen Erfolg. Trainer Sascha Löcher: „Die Gäste haben sich sehr gut verkauft. Vor dieser Truppe muss der Hut gezogen werden. Wir waren zwar in der zweiten Hälfte hoch überlegen und trotzdem war es bis zum Ende ein sehr faires Derby.“
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