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  • Sa., 19. September 2015, 00:25 Uhr
    Die Mannheimer Eishockey-Cracks kommen am Freitagabend mit 2: 6 Toren gegen Augsburg unter die Räder

    Desolate Adler unterliegen Panthern

    Autsch, das tat weh! Die Adler kamen am Freitagabend böse unter die Räder. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch In der Deutschen Eishockey Liga (DEL) unterlagen die Mannheimer Adler am Freitagabend in der heimischen SAP-Arena gegen die Augsburg Panther mit 2:6 (0:1/2:2/0:3) Toren. In der Tabelle stehen die Kurpfälzer jetzt auf dem vorletzten Rang.

    Der Sieg der Panther war hoch verdient, denn die Adler enttäuschten maßlos und zeigten eine indiskutable Leistung. Erneut fehlte es bei den Mannheimer eigentlich an allem. Die Abwehr schwamm und erlaubte sich Fehler. Und im Sturm lief nichts zusammen. Weder klappte das Kombinationsspiel noch der Abschluss. Die Chancenverwertung war mangelhaft und der Zug zum Tor fehlte. Die Adler wirkten in keiner Phase wie ein Titelaspirant.

    Anzumerken ist, dass die Augsburger keineswegs stark aufspielten oder gar überzeugten, vielmehr zeigten sie eine durchschnittliche oder gar schwache Leistung, doch dies reichte am Freitag um harmlose und konfuse Adler zu besiegen.

    Was läuft schief bei Mannheim?

    Die entscheidende Frage ist jetzt warum kommen die Mannheimer nicht in Fahrt, denn die schwachen Leistungen ziehen sich durch die bisherige Champions League sowie die drei absolvierten DEL-Partien? Eine einfache Antwort gibt es sicher nicht, dazu ist an zu vielen Stellen Sand im Getriebe. Ein Sache ist sicher die mangelhafte Chancenverwertung, aber es daran alleine fest zu machen, würde zu kurz greifen. Gegen Augsburg stimmt es in keinem Mannschaftsteil. Auch ließen die Adler mit Ausnahme der sieben Minuten zwischen der 33. und der 40. Minute - als Mannheim zwei Tore zum 2:3 Zwischenstand schoss - die kämpferische Einstellung und das Tempo vermissen.

    Ein Manko ist sicher auch, dass erneut die Sturmreihen durcheinander gewirbelt wurden. Was einerseits mit der Verletzung von Marcel Goc zu tun hat, anderseits aber auch daran liegt, dass man im Normalfall über 15 Stürmer verfügt, von denen immer drei auf die Tribune müssen. Und da Trainer Greg Ireland wild durch rotiert, saßen gegen Augsburg Braden Yip und Ronny Arendt draußen. Hier wären fest Formationen wohl zweckmäßiger. Der große und tiefe Kader scheint nicht nur Segen zu sein, sondern auch Probleme aufzuwerfen. Und dies auch, weil das Rotieren bei so manchem Crack Frust aufkommen lässt.

    Am Sonntag müssen die Adler in Ingolstadt antreten. Ein starker Gegner. Sollte auch dieses Match verloren gehen, was nach der heutigen Leistung denkbar oder gar wahrscheinlich ist, wird in Mannheim - ob man dies nun will oder nicht - die Trainer-Debatte beginnen.
    Ein Trost für Mannheim mag sein, dass mit München und Ingolstadt zwei weitere Top-Favoriten ebenso mies gestartet sind.

    Zur Chronologie

    1. Drittel

    Ein recht zerfahrener Beginn zwischen Augsburg und Mannheim. Nach etwa fünf Minuten nahmen die Adler ein wenig Fahrt auf und die Partie gewann an Tempo. Auch die Augsburger legten nun zu. In der 9. Minute hatte Adler-Stürmer Christoph Ullmann die Führung auf dem Schläger, doch vergab er knapp, ebenso wie sein Teamkollege Jame Tardif nur eine Minute später. Damit war der Adler-Sturmlauf für das erste Drittel aber auch schon verpufft und es folgt ein unansehnliches Gestochere. In der 14. Minute war es dann der Augsburger Jonathan Matsumoto, der das 1:0 für Panther markierte. Als die Adler ab der 16. Minute in Überzahl agieren konnte, spielten die Kurpfälzer diese schwach, um es milde zu formulieren. In der Folge, bis zum Drittelende, folgte wieder planloses Gestochere. Bei den Adler lief nur wenig oder ehrlich formuliert, eigentlich gar nichts zusammen. Mit dem 1:0 für Augsburg ging es in die Kabinen.

    2.Drittel

    Im zweiten Abschnitt zunächst das gleiche Bild, bei Mannheim lief nichts zusammen. Insgesamt zeigten die Blau-Weiß-Roten eine desolate Leistung. Augsburg musste gar nicht viel tun, sondern nur auf die Fehler der Adler warten. In der 25. Minute fiel so das 2:0 für die Panther durch Braden Lamb. Als nur vier Minuten später gar das 3:0 für die Fuggerstädter durchDaniel Weiß fiel, schien die Partie gelaufen und keiner gab mehr einen Pfifferling auf die Mannheimer. Die Adler jetzt vollkommen von der Rolle. Der Weckruf dann in der 34. Minute als Ryan MacMurchy der Anschlusstreffer zum 1:3 in Überzahl gelang. Jetzt erwachten die Kurpfälzer und machten endlich Druck. In der 39. Minute als logische Konsequenz das Tor zum 2:3 erneut durch Ryan MacMurchy. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Kabinen. Die Fans hatten wieder Hoffnung geschöpft, dass ihre Cracks die Partie noch drehen würden.

     

    3.Drittel

    Die Mannheimer bemühten sich Gas zu geben, doch so richtig gelang dies nicht. Es hapert sowohl in Aufbau, Kombinationsspiel wie auch im Abschluss. Symptomatisch, dass Panther-Stürmer Benjamin Hanowski in Unterzahl in der 45. Minute der Treffer zum 4:2 gelang. Die Adler rannten weiter erfolglos an. Selbst in Überzahl gelang kein Treffer. Ganz im Gegenteil, erneut schossen die Panther ein Tor. Jonathan Matsumoto hatte in der 50. Minute zum 5:2 für die Schwaben getroffen. Damit war die Partie entschieden. Völlig frustriert verließen jetzt nach und nach die Zuschauer das Stadion. Den Schlusspunkt setzte der Augsburger Andrew LeBlanc mit dem 6:2 in doppelter Überzahl in der 59. Minute.

     

    Mannheim : Augsburg 2:6 (0:1/2:2/0:3)

    Tore:  0:1 (13:02) Matsumoto (Hanowski/Grygiel) - EQ; 0:2 (25:00) Lamb (LeBlanc) - PP1; 0:3 (29:05) Weiß (Lamb/Polaczek) - EQ; 1:3 MacMurchy (Carle/Hospelt) - PP1; 2:3 (38:06) MacMurchy (Hecht/Reault) - PP1; 2:4 (44:49) Hanowski (Mancari) - SH1; 2:5 (49:29) Matsumoto (Tölzer) - EQ; 2:6 (58:08) LeBlanc/Iggulden) - PP2;

    
Schiedsrichter: Schukies / Daniels

    
Strafen: Mannheim 10 Min - Augsburg 16 Min + 10 Min Grygiel
    Torschüsse: Mannheim 38 - Augsburg 19

    Zuschauer: 9.500

    Aufstellungen:

    Mannheim: Ziffzer (Endras) – Wagner, Carle, Richmond, Bittner, Akdag, Goc, Fischer - Kink, Joudrey, Rheault, Ullmann, Hecht, Riefers, MacMurchy, Raedke, Hospelt, Tardif, Buchwieser, Metropolit

    Augsburg: MacDonald (Pätzold) - Oberg, Bettauer, Rekis, Lamb, Tölzer, Stamler, Dinger - Polaczek, Weiß, Ciernik, Mancari, LeBlanc, Iggulden, Grygiel, Matsumoto, Hanowski, Detsch, Thiel, Holzmann
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