Ministerin Irene Alt und Oberbürgermeister Michael Kissel überreichten 36 Neu-Wormsern im feierlichen Rahmen die Einbürgerungsurkunde
„Deutsche mit allen Rechten und Pflichten”
Feierliche Überreichung der Einbürgerungsurkunde. Von links: OB Michael Kissel, Gülistan Abay, Medya Abay, Özgür Serhart Abay und Ministerin Irene Alt. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Es ist in Worms inzwischen ein Stück bewährte Tradition, dass Neubürger in feierlichem Rahmen im großen Ratssaal der Stadt Worms ihre Einbürgerungsurkunde aus den Händen von Oberbürgermeister Michael Kissel erhalten. Am Montagmittag wurde ihnen aber sogar die Ehre zuteil, dass ihnen die rheinland-pfälzische Ministerin Irene Alt die Dokumente überreichte. Irene Alt ist für die Ressorts Integration, Familien, Frauen, Jugend und Kinder zuständig. Die Ministerin sagte zu den insgesamt 36 Neubürgern aus 15 Ländern: „Die deutsche Staatsbürgerschaft ist mehr als nur ein Pass. Ich möchte Sie dazu ermuntern, ihre neu erworbenen Rechte auszuüben. Bestimmen Sie mit, nutzen Sie die demokratischen Möglichkeiten. Am 25. Mai sind Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz. Wählen Sie nicht nur, sondern lassen Sie sich auch wählen. Es ist für unsere Gesellschaft wichtig, dass Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund politische Ämter übernehmen.“ Weiter führte Irene Alt aus, dass sie persönlich zwar für die doppelte Staatsbürgerschaft sei, es sich dabei jedoch um ein Bundesgesetz handele, das in Berlin verabschiedet werden müsse.
Oberbürgermeister Michael Kissel betonte, dass Worms schon immer eine Stadt gewesen sei, in die Menschen aus allen Himmelsrichtungen eingewandert seien. Er erinnerte hier etwa an Römer und Germanen in früheren Zeiten, aber auch an die Gastarbeiter aus Italien, Jugoslawien oder der Türkei, die in den 60er und 70er Jahre in die Nibelungenstadt gekommen wären. Und gerade diese „Gastarbeiter” hätten maßgeblichen Anteil am wirtschaftlichen Aufschwung in Worms gehabt. Wichtig sei es nun eine Willkommenskultur zu entwickeln, damit sich Einwanderer noch besser und rascher hier zu Hause fühlen würden. Der Stadtchef forderte die Neubürger auch auf, in Sportvereine oder Parteien zu gehen und sich zu engagieren. Er erinnerte auch daran, dass sie nun Deutsche mit allen Rechten und Pflichten seien.
Den Abschluss der feierlichen Veranstaltung bildete als symbolischer Akt das Abspielen der deutschen Nationalhymne, zu der sich alle Anwesenden erhoben.