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  • Sa., 03. Mai 2014, 01:08 Uhr
    In der Mannheimer SAP-Arena zeigte sich das Nationalteam vor der in einer Woche beginnenden Eishockey-Weltmeisterschaft in guter Frühform

    Deutschland schlägt Schweiz verdient mit 2:0 Toren

    Vor dem Schweizer Gehäuse brannte es am Freitag häufig lichterloh. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Am Freitagabend hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft in der Mannheimer SAP-Arena in einer flotten und von beiden Seiten offensiv geführten Partie die Schweiz mit 2:0 (0:0/2:0/0:0) Toren geschlagen. Das Resultat ist gereicht, denn insgesamt taten die Cracks mit dem Adler auf der Brust mehr für den Angriff und dominierten über weite Strecken das Match. Kurios allerdings, dass der Sieg in einer Phase eingeleitet wurde, als die Eidgenossen mit einem Mann mehr auf dem Eis standen, da der Deutsche Sinan Akdag auf Strafbank saß. Doch während die Schweizer drückten, fuhren die Deutschen ein Konter und Daniel Pietta verwandelt zur in der 29. Minute zur 1:0 Führung. Das 2:0 nur rund fünf Minuten später durch Tobias Rieder war schon so etwas wie die Vorentscheidung. Im letzten Drittel hatten beide Teams nochmals gute Gelegenheiten, doch blieb es beim verdienten Sieg der Deutschen.

    Die deutsche Nationalmannschaft präsentierte sich damit in einer guten Verfassung, denn schließlich war die Schweiz nicht irgendwer, sondern ist immerhin der amtierende Vizemeister. Besonders gut gefallen konnten bei den Deutschen die erste Angriffsformation mit Felix Schütz, Alexander Barta und Frank Mauer. Ein tolles Spiel zeigten auch die Youngster im Team, die viel frischen  Wind und Unbekümmertheit einbrachten. Zu nennen sind hier in erster Linie die Stürmer Leon Draisaitl, Tobias Rieder und Marcel Noebels.

    Doch bei aller Euphorie, es war „nur“ ein Freundschaftsspiel. Entscheidend ist, dass die Cracks diese Form auch bei der WM in Minsk aufs Eis bringen. Das erste Match der Deutschen findet am Samstag, den 10. Mai gegen Kasachstan statt.

    Zur Chronologie

    1. Drittel

    Deutschland mit einem offensiven Beginn. In der zweiten Minute war es Felix Schütz, der den Schweizer Torsteher prüft, jedoch knapp scheiterte. Sofort war das Mannheimer Publikum da und feuerte ihr Team an. Und die deutsche Mannschaft hatte weiter den Vorwärtsgang eingeschaltet. In der 4. Minute war es Marcel Noebels, der eine gute Gelegenheit hatte, aber im Schweizer Torwart seinen Meister fand. Kurz hintereinander vergaben dann Daryl Boyle und Marcus Kink für die Cracks mit dem Adler auf der Brust. Auf der anderen Seite war es Kevin Romy, der in der 13. Minute die Führung für die Eidgenossen auf dem Schläger hatte, aber die kleine Hartgummischeibe nicht im deutschen Tor unterbringen konnte. Doch war dies so etwas wie ein Weckruf für die Eidgenossen, denn nun setzten sie die Akzente.

    2.Drittel

    Das zweite Drittel verlief kurios. Zunächst wanderte ein deutscher Spieler nach dem anderen auf die Strafbank, sodass die Schweiz von der 24. bis zur 32. Minute stets mit einem Mann mehr auf dem Eis stand und die Akzente setzte. Doch vermochten es die Eigenossen hier nicht, einen Treffer zu markieren, sondern ganz im Gegenteil, in der 29. Minute schoss Daniel Pietta in Unterzahl das 1:0 für Deutschland. Und als Tobias Rieder in der 35. Minute auf Zuspiel von Nachwuchs-Superstar Leon Draisaitl gar das 2:0 für Deutschland markierte, stand die Halle Kopf. Die Spieler mit dem Adler auf der Brust diktierten nun das Geschehen auf dem Eis und spielten die Schweizer schwindlig. Mit der 2:0 Führung ging es in die Kabinen.

     3. Drittel

    Der letzte Abschnitt begann flott. Es gab Torszenen auf beiden Seiten, wobei die Deutschen die bessern Chancen hatten. So scheiterte Tobias Rieder knapp in der 43. Minute und Felix Schütz in der 45. Minute. In einer zweiminütigen Überzahl der Deutschen von der 44. bis zur 46.  Minute brannte es lichterloh vor dem Schweizer Tor. Auch nach Ablauf der numerischen Überlegenheit blieb Deutschland am Drücker. Die Eidgenossen vermochten sich nur langsam aus der Umklammerung zu lösen.

    Eine Großchance hatte dann der Schweizer Yannick Weber in der 51. Minute, doch parierte Rob Zepp im deutschen Kasten glänzend und hielt die 2:0 Führung fest. Die Schlussphase gehört eindeutig den Schweizern, die noch eimal mächtig aufdrehten, doch bliebe s beim 2:0.

     

    Deutschland : Schweiz  2:0 (0:0/2:0/0:0)

    Tore:  1:0 (28:00) Pietta (Rieder/Boyle) - SH1; 2:0 (34:46) Rieder (Draisaitl/Plachta) - EQ;

    Strafen: Deutschland 12 Min  - Schweiz 10 Min

    Torschüsse: Deutschland 34  - Schweiz 24

    Schiedsrichter: Piechaczek / Schrader

    Zuschauer: 9.200

     

    Aufstellung:

    Deutschland:  Zepp (Grubauer) - Kohl, Braun, Reul, Hördler, Boyle, Goc, Krüger, Akdag - Oppenheimer, Hospelt, Noebels, Mauer, Barta, Schütz, Seidenberg, Kink, Pietta, Rieder, Draissitl, PLachta

    Schweiz: Mayer (Genoni) - Josi, Schlumpf, Weber, Kukan, Grossmann, Ramholt, Kamerzin, Huguernin - Pestoni, Romy, Brunner, Suri, Ambühl, Fiala, Monnet, Froidevaux, Rüfenacht, Plüss, Schäppi, Stancescu

     

     
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