Fr., 04.09.2026
Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Do., 27. April 2023, 14:19 Uhr
    SCHÜLERBEFÖRDERUNG: Wormser Ratsmehrheit folgt SPD-Antrag / Dezernent begrüßt Beschluss

    Deutschlandticket soll Maxx-Ticket ablösen

    Von Florian Helfert › Mit einem SPD-Antrag im Stadtrat ist die Verwaltung am Mittwoch beauftragt worden, das Deutschlandticket für alle Schüler mit Anspruch auf Übernahme von Schülerfahrkosten ab dem kommenden Schuljahr zu beschaffen. Vorausgesetzt, der Wechsel vom bisherigen Maxx-Ticket auf das günstigere Deutschlandticket ist „förderunschädlich“ – sprich: Sich das Land Rheinland-Pfalz genauso wie beim Maxx-Ticket weiterhin anteilig an den Kosten der Stadt Worms für die Schülerbeförderung beteiligt.

    „Andere Städte haben sich auch schon mit dem Deutschlandticket und der Ablösung des Maxx-Tickets für die Schülerbeförderung beschäftigt“, erläuterte SPD-Fraktionsvorsitzende Dirk Beyer. Als Vorteile hob er geringere Kosten sowie die Möglichkeit für betroffene Schüler, das neue Ticket bundesweit nutzen zu können.

    Die Idee und das Ziel wertete Marco Schreiber für die CDU im Stadtrat als gut und vollkommen richtig. „Der VRN hat sich schon auf den Weg gemacht, das Thema umzusetzen. Das Verfahren ist allerdings sehr kompliziert“, berichtete Schreiber über das mit heißer Nadel gestrickte Deutschlandticket. Bevor in die Umsetzung gegangen werde, bat Schreiber, das Gespräch mit VRN und Land bezüglich etwaiger Fallstricke zu suchen.

    Kostenfrage entscheidend

    Stellvertretend für den entschuldigten Bildungsdezernenten Waldemar Herder erklärte Stadtentwicklungsdezernent Timo Horst, dass der Schulträger – also die Stadt Worms – die Schülerbeförderung gewährleisten und hierbei auf das wirtschaftlichste Angebot zurückgreifen müsse. „Frankenthal und Speyer haben sich bereits per Ratsbeschluss für das Deutschlandticket ausgesprochen“, ordnete Horst den Antrag ein. Die Stadt wolle zum Deutschlandticket. Den Antrag begreife er als Auftrag, Optionen und Konditionen auszuloten.

    „Wie geht die Stadt Worms damit um, wenn die Preise für das Deutschlandticket über das Niveau des Maxx-Tickets steigen?“, wollte Christine Jäger (Grüne) hiernach wissen. Kurz und bündig antwortete Timo Horst seine vorangegangene Ausführung wiederholend, dass die Stadt immer das wirtschaftlichste Angebot nehmen müsse.

    Ursula Bieser, Fraktionsvorsitzende der AfW, lehnte als nächste Rednerin den Antrag ab. Sinn und Zweck seien zwar lobenswert, die handwerkliche Umsetzung sei allerdings schlecht, bemängelte sie.

    Steigende Ungerechtigkeit

    Als Vorsitzender der Fraktion „Worms will weiter“ bedauerte Mathias Englert eine geförderte Ungleichheit: „Wer unter zwei Kilometer von der Schule entfernt wohnt, hat keinen Anspruch auf eine geförderte Schülerbeförderung. Wer mehr als zwei Kilometer zur Schule entfernt wohnt, kann dann bundesweit auf Kosten von Stadt und Land fahren“, so Englert. Eine Lösung habe er nicht, nur eben das Empfinden, dass dies ungerecht sei.

    Bei zwei Gegenstimmen sowie zwei Enthaltungen verabschiedeten die Mitglieder des Stadtrates den Antrag der SPD-Fraktion mit großer Mehrheit.

    Beitrag aus der Rubrik

    » Worms und Ortsteile
    Anzeige Reifen Mast KN10123Anzeige Platten NOLLAnzeige Online StellenmarktAnzeige VHS
    Anzeige Cecil Cycle KN18256Anzeige AmtsblattAnzeige das Wormser
    Anzeige Klinikum Worms - Tag der offenen TürAnzeige Tip SüdhessenAnzeige Ticketshop