So., 21. Februar 2016, 19:49 Uhr
Wasserballmannschaft des Poseidon Worms musste auf sechs Spieler verzichten / Fokus steht auf dem Heranführen junger Spieler
Dezimiertes Team bezwingt Trier 8:5
Vor Beginn des Spiels waren die Sorgenfalten von Coach Phil Lane noch entsprechend groß, doch trotzdem strotzte er vor Optimismus. Nicht weniger als sechs Spieler musste er ersetzen und besonders das Fernbleiben von Torwart Martin Probst sorgte für Unmut in der Mannschaft. Mit nur zwei Wechselspielern statt sieben Alternativen war dann auch die Defensiv-Taktik relativ klar, denn im großen Wettkampfbecken des Heinrich-Völker-Bads konnte man sich mit dieser dünnen Personaldecke nicht auf ein schwimmerisches Abnutzungsduell einlassen.
Poseidon begann zaghaft nach dem ersten Ballgewinn nach vorne zu spielen, doch Kapitän Marc Weber setzte dann das erste Ausrufzeichen mit dem Treffer zum 1:0.
Noch vor dem Pfiff zur ersten Viertelpause konnte Trier allerdings eine doppelte Überzahlsituation zum Ausgleich nutzen. Wichtig für Worms war allerdings auch das Konzept des kontrollierten Aufbaus mit defensiver Ausrichtung aufging.
Nach Wiederanpfiff schlug Routinier Kai Hornuf erst mit einer Bogenlampe und dann mit einem Wurf aus kürzester Distanz zum 3:1 zu, doch auch diese Führung wurde durch die Gäste noch vor der zweiten Pause egalisiert. Nach dem Seitenwechsel hatte Poseidon seine stärkste Phase, denn nun gelang es auch dem oftmals doppelt bewachten Wormser Centerspieler Kai Eberts sich gegen seine Abwehrspieler durchzusetzen.
Zweimal konnte er sich aus der Umklammerung befreien und steuerte Treffer vier und fünf zur 5:3-Führung bei. Im Mittelfeld verteilten Andreas Bleicher und Timo Jordan die Bälle nach vorne und Markus Braun im Wormser Gehäuse, der in dieser Saison schon oftmals kurzfristig als Keeper einspringen musste, entschärfte alle Schüsse, die in Richtung seines Tors kamen.
Trier „nicht auf der Höhe“
Kurz vor Ende des Viertels nutze Kai Hornuf den freien Raum als Trier wieder einmal an der Wormser Defensive scheiterte. Unbedrängt gelangte er in den Angriffsabschnitt und schloss zum 3:6 ab. Doch das Viertel war noch nicht zu Ende und Trier in dieser Phase nicht voll auf der Höhe. Torsten Weber erkannte dies sofort und positionierte sich ebenfalls nach vorne. Auch sein Wurf aus der Distanz war erfolgreich, so dass Poseidon mit einem 7:3-Vorsprung eigentlich beruhigt ins letzte Viertel starten konnte.
Obwohl die Mannschaft noch einmal entsprechend eingestellt wurde, schwanden nun die Kräfte auf Wormser Seite und nach dem zweiten Anschlusstreffer (7:5) keimte noch einmal Trierer Hoffnung auf einen Auswärtspunkt auf. Allerdings ließ die kompakte Poseidon-Abwehr mit dem Jugendspieler Alex Lane keinen Gegentreffer mehr zu und die jungen Spieler, allen voran Paul Steffens mit langen Spurts über das ganze Feld, sorgten für Entlastung. Am Ende machte Kapitän Marc Weber mit dem vorentscheidenden 8:5 den Deckel auf den Poseidon-Sieg.
Trotz des Siegs und dem Anschluss nach oben steht Poseidon auch in dieser Saison der Fokus auf das Heranführen junger Spieler. Es ist zwar komfortabel, auf erfahrene Kräfte zurückgreifen zu können, aber die Ausrichtung muss auf die Integration der jungen Spieler liegen.
Poseidon spielte mit Markus Braun im Tor, Andreas Bleicher, Torsten Weber (1), Timo Jordan, Kai Eberts (2), Kai Hornuf (3), Marc Weber (2), Paul Steffens, Alex Lane