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  • Do., 02. März 2017, 12:09 Uhr
    Politischer Aschermittwoch der Wormser SPD

    DGB-Landesvorsitzender fordert europäische und sozialdemokratische Werte ein

     




    DGB-Landesvorsitzender Dietmar Muscheid sowie die beiden Parlamentarier Marcus Held und Jens Guth zapften beim politischen Aschermittwoch das traditionelle Faßbier an. Foto: Stefan Weißmann

     VON FLORIAN HELFERT Gegen Ende der Fastnacht startete die Wormser SPD beim politischen Aschermittwoch mit der fünfköpfigen Wormser Cover-Band „Wired“ im Brauhaus Zwölf Apostel rockig in den beginnenden Wahlkampf.


    „Gut versorgt mit Essen und Getränken freuen wir uns heute auf Musik und Politik“, eröffnete Jens Guth als SPD-Unterbezirksvorsitzender den Abend, um – ohne enttäuscht zu werden – vor Ort auf eine ebenso gute Stimmung wie bundesweit nach der erklärten Kandidatur von Martin Schulz zu hoffen.


    Dass am Aschermittwoch gemäß eines Kölner Karnevalliedes alles vorbei sei, betonte anschließend der Landesvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Dietmar Muscheid, als Ehrengast. „Leider gilt das nur für die fünfte Jahreszeit und nicht auch für den Alptraum des Donald Trumps“, bedauerte Muscheid. Danach kritisierte er die Regierung des „Sultans vom Bosporus“, denn aus Sicht des Gewerkschaftlers gehen in der Türkei aktuell Demokratie und Rechtsstaatlichkeit verloren.


    „Allerdings regieren auch innerhalb der Europäischen Union populistische Staats- und Regierungschefs, die ihre Länder fernab unserer Wertegemeinschaft entwickeln“, äußerte der langjährige Gewerkschaftsfunktionär sein Unbehagen über einen zu beobachtenden Trend in der EU. Für ihn stelle es einen „Konstruktionsfehler der EU“ dar, dass derlei Regierungen aus den europäischen Fördertöpfen dennoch Milliarden Euro erhalten. „Europa ist zu wertvoll, um es Rechtsnationalen und Populisten zu überlassen“, zeigte sich Dietmar Muscheid pro-europäisch.


    Abschließend warb er wie der sozialdemokratische Kanzlerkandidat Martin Schulz für mehr Steuergerechtigkeit: „Wer 35 Jahre lang gearbeitet und immer in die Sozialsysteme eingezahlt hat, sollte länger Arbeitslosengeld erhalten“, unterstrich Muscheid und forderte vergleichbares auch für eine in der Höhe ausreichende Rente. „Gemeinsam mit Martin Schulz lohnt es sich zu kämpfen“, rief Dietmar Muscheid abschließend in die Reihen des Brauhauses.


     

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