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  • Mi., 27. August 2014, 15:50 Uhr
    DGB Rheinland-Pfalz: Altersarmut trifft immer mehr Menschen im Land

    Auch Worms ist betroffen

    Nach Informationen des Statistischen Landesamtes erhielten Ende vergangenen Jahres 41.626 Menschen in Rheinland-Pfalz staatliche Unterstützung in Form von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Damit stieg die Zahl gegenüber dem Vorjahr um 5,3 Prozent. Dazu erklärt Dietmar Muscheid, Vorsitzender des DGB in Rheinland-Pfalz:

    „Immer mehr ältere Menschen in Rheinland-Pfalz erhalten staatliche Unterstützung, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Das ist die Konsequenz von immer weiter sinkenden Renten, die dadurch bedingt sind, dass der Anteil der Geringverdienenden gestiegen ist“, bilanziert Muscheid die aktuellen Statistiken.

    „Die Zahlen beweisen sehr eindeutig, dass vor allem Frauen in Rheinland-Pfalz von Altersarmut betroffen sind“. Das Statistische Landesamt gibt an, dass 65,3 Prozent der Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts im Alter an Frauen gezahlt werden, während Leistungen wegen Erwerbsminderung etwas häufiger von Männern beansprucht wurden (54,2 Prozent). „Hier wirkt sich aus, dass Frauen vielfach in Teilzeit oder Minijobs arbeiten, weniger als ihre männlichen Kollegen verdienen und deshalb die Verlierer im Rentensystem sind“, so Muscheid.

    Stärkung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung
    „Zur Bekämpfung des Risikos der Altersarmut ist nichts wichtiger als die Stärkung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Neben dem Mindestlohn ist dafür vor allem die gesetzliche Durchsetzung des Prinzips „gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit“ notwendig, damit sich vor allem Frauen, aber auch Leih- und Zeitarbeiter besser fürs Alter absichern können“, sagt Muscheid.

    „Im Rentensystem muss dringend gegengesteuert werden, ansonsten wird es immer mehr Altersarmut in Rheinland-Pfalz geben. Deshalb hat der DGB vorgeschlagen, die Rentenbeiträge schrittweise auf 22 Prozent bis zum Jahr 2030 zu erhöhen, um so das Rentenniveau auf dem heutigen Stand halten zu können. Für den Durchschnittsverdienenden würde dies eine Zusatzbelastung von etwa vier Euro im Monat bedeuten, das ist zumutbar“,  so Muscheid. „Vor allem, weil mit diesem geringen Aufschlag erhebliche Rentenkürzungen verhindert und Erwerbsminderungsrenten spürbar verbessert werden könnten“.

    Die Zahlen für Worms und den Kreis Alzey-Worms:
    http://www.statistik.rlp.de/index.php?id=2818&tx_ttnews%5btt_news%5d=1545

     

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