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Mi., 13. November 2013, 13:55 Uhr
Die Sparkasse zeigt in einer Ausstellung Bilder, die von Patienten im Rahmen der ganzheitlichen Therapie am Klinikum entstanden
Diagnose Krebs: Ein Schock für Betroffene und Angehörige
Feierliche Ausstellungseröffnung in der Sparkasse. Von links: Friedrich Raudasch (künstlerischer Leiter), Dr. Myriam Siry (Projektverantwortliche Klinikum), Prof. Dr. Thomas Hitschold (Ärztlicher Direktor Klinikum) und der stellvertretende Sparkassenvorstand Sven Löber. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Es gibt wohl keinen ärztlichen Befund, der die Betroffenen und die Angehörigen heftiger trifft, als Krebs. Während bei der medizinische Behandlung in den letzten Jahrzehnten enorme Fortschritte gemacht wurden, mussten die Menschen mit den seelischen Belastungen häufig alleine fertig werden. Dabei leidet die Psyche oft genauso wie der Organismus. Denn eine Tumorerkrankung stellt den Patienten vor viele Veränderungen und kann sogar bedeuten, sich mit der eigenen Endlichkeit und dem Tod auseinanderzusetzen. Es bleibt auch fast immer die Angst, der Krebs könne wiederkommen.
Aus diesem Grund hat sich mehr und mehr durchgesetzt, dass es einer ganzheitlichen Behandlung bedarf, die Geist und Körper gleichermaßen berührt. Wichtig dabei, die Patienten dürfen nicht alleine gelassen werden. Wobei jeder Mensch hier auch verschieden reagiert und andere Bedürfnisse hat.
Das Wormser Klinikum gründete bereits 2005 das Projekt „LEBEN - mit und nach der Diagnose Krebs”. Die Idee war, die medizinische Behandlung mit der psychologischen Betreuung zu verknüpfen. Ein wichtiges Element ist dabei die Mal- und Gestaltungstherapie. Das künstlerische Arbeiten bietet vielen Männern und Frauen die Möglichkeit, sich auszudrücken, selbst wenn noch die Kraft fehlt, um dies in Worte packen zu können.
In der Sparkasse Worms-Alzey-Ried sind noch bis zum 29. November rund 20 Bilder ausgestellt, die Krebspatienten gemalt haben. Die feierliche Eröffnung der Vernissage fand am Dienstagabend statt.
Wer mehr Interesse an dem Projekt hat, kann sich gerne an das zur Klinik gehörende Zentrum für Gesundheitsförderung wenden. Tel.: 06241 / 268049 0. Die Mal- und Gestaltungsgruppe triff sich zweimal im Monat, jeweils am ersten und dritten Mittwoch. Darüber hinaus gibt es Sportaktivitäten und Kosmetikkurse.