
Am vergangenen Samstag war es wieder so weit. Ein Jahr nach der Aufstellung des „Mohnmännchens“ gibt es einen weiteren Hingucker am Abenheimer Skulpturenweg: Drei knallrote, auf ihren Stängeln fast fünf Meter hohe Hagebutten leuchten schon von weitem in den Weinbergen in Richtung der St. Michaelskapelle.
Bei herrlichem Sommerwetter versammelten sich viele Abenheimer und Kunstinteressierte am Skulpturenweg, um die Präsentation der neuen Skulptur „Hagebutten-Triptychon 6-6-24“ von Bruno Feger mitzuerleben. Bei der Begrüßung hob Hans-Peter Weiler, der Vorsitzende des Heimatvereins, die Einweihung der Skulptur als einen weiteren Höhepunkt im Rahmen der Feierlichkeiten zur 1250-Jahrfeier Abenheims hervor. Bürgermeisterin Stephanie Lohr lobte, wie später auch Ortsvorsteher Marco Fruci, besonders die beiden Initiatoren des Skulpturenwegs, Ilse Kron-Weber und Uli Volz. Ihnen sei mit dem Skulpturenweg ein „Leuchtturmprojekt“ gelungen, was eine weitere touristische Attraktion für die Stadt Worms darstelle, die über die Stadtgrenzen hinaus großen Zuspruch finde.
Im Anschluss ließ Kron-Weber die Entwicklung des Skulpturenwegs in den letzten 15 Jahren Revue passieren: Der Panoramaweg weist inzwischen zehn abwechslungsreiche Kunstwerke auf und bindet auch länger bestehende sakrale Skulpturen ein. Konzeptionell wichtig ist den Skulpturenwegmachern die Auseinandersetzung der Kunstwerke mit der Tradition des Weinbaus, dem religiösen Kontext ihrer Heimatgemeinde und vor allem mit der umgebenden Natur – wertschätzend und möglichst wenig störend. Wie im letzten Jahr beim „Mohnmännchen“ wird auch bei den „Hagebutten“ die Bedeutung als Heilpflanze und ihr Wert in den naturbelassenen Flächen zwischen den Weinbergen betont.
Der Künstler Bruno Feger ist über die Grenzen Deutschlands mit seinen Frucht- und Blütenobjekten bekannt, so beispielsweise im italienischen Limone am Gardasee mit der „Pyramidi di Limoni“. Er selbst erklärte vor dem Publikum, wie er von den knallroten Hagebuttenfrüchten fasziniert zur Idee und Umsetzung der Hagebuttenskulpturen kam. Den Begriff „Triptychon“ sieht er im Zusammenhang mit der St. Michaelskapelle. Die Skulptur könne dadurch auch durchaus in einem religiösen Zusammenhang gesehen werden.
Schließlich überraschte der Künstler mit Mini-Hagebuttenskulpturen für die großzügigen Spenderinnen, Dr. Anna Dorothea Polzer aus Worms und Edith Ulmer aus Frankfurt. Auch den Initiatoren Ilse Kron-Weber und Uli Volz drückte er auf diese Weise seinen Dank für die gute Zusammenarbeit aus.
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