Klaus Manneck lebt sein Hobby als verantwortungsvoller Drohnenpilot / Fluggerät immer in Sichtweite
„Die Bilder sind oft der Wahnsinn”
Drohne im Anflug. Klaus Manneck steuert sein Fluggerät in Richtung Landezone. Jetzt ist der Hobby-Drohnenpilot gespannt auf die Bilder, die zu Hause bearbeitet werden. Foto: Steffen Heumann
VON STEFFEN HEUMANN | Spektakuläre Luftaufnahmen mittels Multikopter-Technologie sind mittlerweile für jeden erschwinglich, der Spaß daran hat. Mit etwas Fingerspitzengefühl ist das Fluggerät mit Bordcomputer schnell startklar. Und grundsätzlich können sogenannte Drohnen von jeder Person gesteuert werden. Allerdings gibt es Vorschriften, die dem Freizeiterlebnis Grenzen setzen. Wer die Sicherheit von Menschen verletzt oder Personen ohne deren Einverständnis ablichtet oder beobachtet, muss mit Konsequenzen rechnen.
Einmalige Impressionen
Klaus Manneck teilt mit vielen Gleichgesinnten die Leidenschaft für das Drohnenfliegen und kann auch mit Kritik an seinem Hobby umgehen. Der verantwortungsvolle Umgang mit dem Fluggerät macht für ihn aber den Unterschied. „Die Bilder sind einfach der Wahnsinn”, erklärt der 30-jährige Wormser. Von den Resultaten seiner „Rundflüge” sind auch zigtausende NK-Facebook-Nutzer begeistert. Es sind einmalige Impressionen, die das „Fliegende Auge” einfängt und die Klaus Manneck gerne mit anderen Betrachtern teilt.
Etwa 800 Euro hat Manneck in seine DJI Phantom mit einer 12-Megapixel-Kamera investiert.
Fortsetzung von Seite 1
„Ein Basismodell, wie es auch im Media Markt erhältlich ist”, so Klaus Manneck, der bewusst auf Qualität setzt, statt auf billigere „China-Drohnen”, die mitunter ihre Macken haben und schwerer kontrollierbar sind. Im Gegensatz hierzu verfügen zuverlässige Modelle über Sicherheitsfeatures, wie etwa die „Intelligente Rückkehrfunktion” mit automatischer Landung an einem festgelegten Punkt.
Erst Erfahrung sammeln
Ehe die Profi-Drohne zum Einsatz kam, habe er mit einer Mini-Drohne für 13 Euro zu Hause geübt. Schritt für Schritt Erfahrung zu sammeln sei auch seine Empfehlung für Anfänger. 1,3 Kilogramm ist die Drohne schwer. Für das Fluggerät braucht man keinen Führerschein, erst ab einem Gewicht von 2 Kilogramm ist ein Nachweis erforderlich. Den hat der Hobbypilot gerne freiwillig erbracht.
In einem Radius vom 1,5 Kilometern an einem Flugplatz zu fliegen, sei ebenso tabu, wie über Industrieanlagen in der Nähe von Strommasten oder zwischen Vogelschwärmen. Etwa 25 Minuten hält ein Akku durch, dann muss gewechselt werden. Selbst bei stärkerem Wind bleibt die Drohne, die von Satelliten angesteuert wird, auf einer erlaubten Höhe bis 100 Meter stabil in der Luft. Auf bis zu zwei Kilometer lässt sich das Fluggerät laut Angaben problemlos ansteuern. Eine Entfernung, die Klaus Manneck nicht ausreizt. „Ich bleibe auf Sichtweite”, betont er. Für den Schadensfall hat Klaus Manneck eine Versicherung abgeschlossen. Eine private Haftpflichtversicherung reicht nicht immer aus.
Kein Spielzeug für Kinder
Das Image der Drohnenflieger hat sich inzwischen verbessert. Das Interesse an dem Hobby steigt. Dennoch: Es ist kein Spielzeug, schon gar nicht für Kinder! Das sieht auch Klaus Manneck so, und betreibt sein Hobby mit größtmöglicher Sorgfalt. Eine permanente Überprüfung der Drohne und der Bauteile sei im Umgang mit dem Gerät selbstverständlich. Der turnusmäßige Austausch der Rotoren, zumal die Ersatzteile für kleines Geld erhältlich sind, erfolgt in regelmäßigen Abständen.
Wer die Drohne gewerblich nutzt, setzt ein unbemanntes Luftfahrtsystem ein, das unter anderem einer Genehmigung durch die Luftfahrtbehörde bedarf. „Für mich bleibt es ein Hobby”, freut sich Manneck, wenn andere Menschen an seinen Aufnahmen Gefallen finden. Interessierte können sich unter www.wormser-bilder.de gerne mit Klaus Manneck austauschen.
Denkmalgeschützer Turm, alter Blau-Weiß Sportplatz, Landzunge, der Rhein und ein Blick ins Ried. Luftaufnahmen haben einen besonderen Reiz. Foto: Klaus Manneck