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  • Fr., 18. Juli 2014, 09:47 Uhr
    Kooperation der Kerschensteiner-Grundschule und der Kita "Kleines Meer"

    Die Brücke im Eisbachtal

    Im Rahmen der Kooperation Kindertagesstätten - Grundschule trafen sich zehn Vorschulkinder der Kita "Kleines Meer" und  24 Schulkinder der Klasse 2a der Kerschensteiner-Grundschule von Oktober 2013 bis Mai 2014 wöchentlich zum Projekt „Die Brücke“  in den Räumen der Grundschule.

    Mit viel Freude gewannen die Kinder mathematische Grunderfahrungen und führten spannende Experimente aus Physik und Chemie durch.

    Zum gemeinsamen Sportunterricht  trafen sich die Kinder jede zweite Woche in der großen Sporthalle der Kerschensteiner-Schule. Der regelmäßige, gemeinsam erlebte Sport förderte nicht nur die Fitness, sondern auch in ganz besonderer Weise das Sozialverhalten und die Selbständigkeit  der Kinder.

    Während der Abschlussfahrt nach Mannheim ins Technoseum, Landesmuseum für Technik und Arbeit, durften sie Papier herstellen oder ein Modellauto bauen.

    Speziell für die diesjährige Kooperation wurde das „Brückenlied“ umgeschrieben und neu vertont. Miteinander leben und lernen, Inklusion und Integration sind darin die Kernaussagen. Alle Kooperationstreffen wurden mit diesem Lied eröffnet und beendet, das die Kinder begeistert mitsangen. Im Anschluss an eine kurze Hinführung zum Thema verteilten sich die Kinder jeweils in gemischte Gruppen und durchliefen immer drei Stationen, die von drei Kooperationspartnern geleitet wurden. Silke Heinz (stellvertretende Schulleiterin Kerschensteiner Grundschule), Yvonne Korff (Leiterin Kindertagesstätte Kleines Meer), Marissa Ofenloch (Praktikantin in der KiTa) und Ernst- Josef Bonnkirch (Netzwerkkoordinator KiTA-GS) bildeten dabei ein hervorragendes Team.

    Zu Beginn des Projektes stand das Thema Brücke im Mittelpunkt. Die Schulkinder holten an einem sonnigen Morgen im Oktober die Vorschulkinder an der benachbarten Kita ab und brachten sie über die selbst gebaute Brücke aus Steinen und Holzlatten direkt in die Grundschule. Anschließend entwickelten die Kinder Brückenmodelle aus verschiedenen Materialien. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt was Materialien und Konstruktionen anbelangte. Dankenswerterweise sammelten die Eltern schon Wochen im Vorfeld verschiedenste Materialien, so dass sich die Kinder in den Räumen und sogar in den Fluren ausbreiten mussten und beeindruckende Ergebnisse erzielten. Es entstanden die unterschiedlichsten Brückenmodelle von der Zugbrücke über eine Hängebrücke bis hin zur „Leonardobrücke“.

    Der zweite Schwerpunkt des Projektes war die Mathematik. Es wurden die verschiedensten Gegenstände sortiert, geordnet und klassifiziert.  Das Thema Symmetrie bot sich in der Weihnachtszeit an. Von  Sternen, Schneeflocken bis hin zu Tannenbäumen wurde gefaltet, geschnitten und gezeichnet. Die Kinder erstellten Klecksbilder und ergänzten Figuren mit einem Spiegel. Sie suchten im Schulhaus symmetrische Gegenstände und bestimmten die Spiegelachsen.

    Der dritte Schwerpunkt lag auf dem Experimentieren. Durch vielfältiges, spielerisches Ausprobieren sammelten die Kinder Erfahrungen in den Themenbereichen  Länge, Gewicht, Volumen, Zeit und Temperatur in ihrer direkten Umwelt.

    Sie bauten Thermometer und bestimmten mit Hilfe unterschiedlicher Messinstrumente die Temperaturen von Nudelsuppe, Apfelsaft, dem Innenraum des Kühlschranks. Körpermaße (Elle, Fuß, Schritt…) halfen beim vergleichen, bis den Kindern bewusst wurde, dass standardisierte Maße gebraucht werden. Es wurden nun Lineale, Maßbänder und Zollstöcke, Gewichte und Waagen zum Messen verwendet.

    Luft ? Braucht Luft Platz? Kann man Luft wiegen? Die Kinder bauten eine Kleiderbügelwaage für den Luft-Ballon und einen Flaschentornado, ließen den Flaschengeist frei und ein Gummibärchen in einem U-Boot abtauchen. Im Mai konnten die Kinder dann sogar einen riesigen Heißluftballon steigen lassen.

    Regelmäßig wurden Eltern eingeladen, die das Projekt gerne helfend unterstützten. Durch diese intensive Kooperation von Kita und Grundschule gelingt es, den Übergang von der Kita in die Grundschule für die Kinder  angstfrei zu gestalten.

    Aber auch die Sozialkompetenz der Kinder wird durch die „altersübergreifende Mischung“  im Projekt sehr gefördert, was sich später im Schulleben ebenfalls positiv auswirken wird.

     

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