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  • So., 19. Februar 2017, 20:31 Uhr
    Gut besuchter Weltgästeführertag in Osthofen

    Die ereignisreiche Geschichte Osthofens

    „Ich bin sehr glücklich über so viel Interesse“, sagt Gästeführerin Inge May, die einen Gesamtüberblick über die Geschichte Osthofens gibt. Ungefähr 60 Gäste sind zum Weltgästeführertag, der in diesem Jahr unter dem Motto „Reformen- Zeit für Veränderung“ steht, erschienen und lauschten interessiert den Vorträgen über Hugenotten, einfallende Spanier und Religionskriege. Die Ludwig-Schwamb-Straße, früher Mainzer Gass`, war damals ein gesellschaftliches und politisches Zentrum der Stadt, ebenso wie der Marktplatz und das alte Rathaus, wo die Führung beginnt. Immer wieder vergleicht Inge May historische Grundrisse, Stadtpläne und Luftaufnahmen mit heutigen, um die Veränderung, die Osthofen durchlaufen hat zu veranschaulichen. Seit 1999 ruft der Weltgästeführerverband jährlich einen Weltgästeführertag unter einem neuen Thema aus. Dies ermöglicht Bewohnern und Interessierten immer wieder neue Aspekte und historische Details zu erfahren und die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet zu erleben. In Osthofen hat sich eine Gruppe von sechs Gästeführern gebildet, die vom Bundesverband der Gästeführer in Deutschland e.V. anerkannt sind und im Sommer abwechselnd jeden Sonntag um 14.30 Uhr durch die Stadt führen. Am Weltgästeführertag werden die anwesenden Zuhörer in drei Gruppen aufgeteilt, lassen sich von Stadtbürgermeister Thomas Goller durch das historische Rathaus führen, von Peter Berger das Gebäude der kleinen Kirche näher erklären und von Ursula Feile die Veränderung des Marktplatzes und die Geschichte des Gasthofes „Zum weißen Roß“ erzählen. Dieser war früher nicht nur Herberge für Einheimische und Fremde, sondern auch Treffpunkt für politische Diskussionen und ausgelassene Tänze. Ursula Feile schließt mit dem Satz, dem ein jeder Osthofener nur zustimmen kann: „Freuen wir uns auf diesen noch namenlosen „Marktplatz“ und füllen ihn mit Leben“. Im Anschluss an die Führungen versorgen das Eine-Welt-Café, sowie das Weingut Karl May mit Kaffee, Kuchen, Brezeln und Wein.

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