30 Jahre nach Tschernobyl: Kinder aus Weißrussland waren am Donnerstag in Worms zu Besuch bei der Feuerwache und im Tiergarten
Die Erinnerung geht, die Strahlung bleibt
25 fröhliche Kinder aus Weißrussland besuchten am Donnerstag die Feuerwache und den Tierpark. Foto Karolina Krüger
VON KAROLINA KRÜGER 25 Kinder im Alter zwischen 9 und 14 Jahren aus Schitkowitschi in Weißrussland konnten am Donnerstag einen Tagesausflug in den Wormser Tiergarten machen, begleitet hat sie das Maskottchen Obelix.
Seit vielen Jahren lädt der Verein „Leben nach Tschernobyl“ Kinder für drei Wochen nach Böhl-Iggelheim ein, damit sie sich in unbelasteter Umgebung und bei gesundem Essen ein wenig erholen können.
Viele Kinder haben auch drei Jahrzehnte nach dem Unglück noch ein geschwächtes Immunsystem und erkranken öfter als Kinder aus anderen Regionen Europas. Signifikant verbessern sich die Blutwerte nach dem Aufenthalt in der Pfalz.
Seit 15 Jahren dank zahlreicher Sponsoren
Bernd Pawel von der Deutschen Bahn ermöglicht gemeinsam mit anderen Sponsoren diese Ausflüge seit 15 Jahren und so kamen die Kinder mit dem Zug nach Worms und wurden von Rheinpfalzbus zur Feuerwache, dann in den Tiergarten und zurück ins TE gebracht, wo sie vor der Rückfahrt ein leckeres Abendbrot bekamen.
Pawel ist diese jährliche Aktion ein großes Anliegen, da organisiert er auch gerne ein leckeres Eis oder auch zwei, die er aus eigener Tasche zahlt. Ohne die Unterstützung vieler wären diese Ferienaktionen kaum möglich. Beate Fürst und Gaby Möller vom Verein „Leben nach Tschernobyl“ sind über jede Hilfe, Unterstützung dankbar, um weiterhin möglichst vielen Kindern diese so wichtige Zeit in Deutschland zu ermöglichen.
Fast 30 Jahre nach dem Unglück ist das Gebiet um den ukrainischen Atommeiler kaum weniger radioaktiv als zum Zeitpunkt des Gaus. Viele gesundheitliche Probleme sind auf die Strahlung und die verstrahlte Nahrung zurückzuführen. Leider nimmt die Zahl der Gastfamilien ständig ab, dabei wäre es wichtig, auch weiterhin vielen Kindern diese kleine Erholungspause zu gönnen.
Wer Lust hat sich für diese gute Sache zu engagieren, findet unter www.kinder-von-shitkowitschi.de nähere Informationen oder schaut sich die Reportage über den Besuch im OK Speyer unter www.okspeyer.de an.