Die fünfte Jahreszeit wird auch in Worms mit tollen Kostümen und stimmungsvoller Karnelvalsmusik gefeiert. Bei dem bunten Faschingstreiben wird das ein oder andere Gläschen in geselliger Runde getrunken, die dazu verleitet, nicht auf das eigene Getränk zu achten. Diese entspannte Atmosphäre wird immer wieder ausgenutzt, um K.O.-Tropfen in Getränke zu mischen.
Sogenannte K.O.-Tropfen sind unterschiedliche farb, geruchs- und geschmacklose Flüssigkeiten, die auch auf Festen oder Partys leicht in Getränke gemischt werden können, ohne dass die Betroffenen dies merken. Die Substanzen wirken einschläfernd und muskelentspannend, aber auch euphorisierend.
Ihre Wirkung tritt rasch ein und hält einige Stunden an. Die Mittel werden immer häufiger eingesetzt, um Frauen in einen willenlosen und handlungsunfähigen Zustand zu versetzen, in dem sie vergewaltigt oder ausgeraubt werden. Am nächsten Tag können sich Opfer meist schlecht erinnern und sind stark verunsichert, was mit ihnen geschehen ist. Sie leiden unter Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit.
„Wer trotz geringer Alkoholmengen bei sich einen „Filmriss“ bemerkt, kann sich an den Frauennotruf als Fachberatungsstelle wenden,“ erklärt Regina Mayer vom Frauennotruf, „zwar sind viele Substanzen nur kurze Zeit nachweisbar, aber auch längere Zeit nach dem Vorfall kann eine Beratungsgespräch sehr hilfreich für die Verarbeitung sein.
„Natürlich soll beim Fasching gefeiert und gelacht werden,“ betonen die Mitarbeiterinnen des Frauennotrufs Worms. „Dennoch ist es gut nicht nur auf das eigene Glas, sondern auch auf Freundinnen und Freude zu achten. Kümmern Sie sich um Freundinnen und Freunde, wenn diese sich plötzlich merkwürdig verhalten oder (anscheinend) zu viel getrunken haben. “
Die Fachstelle hatte schon mehrfach mit Postkarten und Flyern auf die Gefahr von K.O.Tropfen aufmerksam gemacht. Bei Interesse können Faschingsveranstalter gerne Informationsmaterial anfordern.
Beitrag aus der Rubrik