Kunstverein Worms: Ausstellung „In Balance" ist vom 21. Juni bis 28. Juli zu sehen
Die gemeinsame Sprache zeigen
„Drei Halbkreise, Flügel schwebend" von Matthias Will. Foto: Werner Neuwirth
Der Kunstverein Worms zeigt von Freitag, dem 21. Juni, bis Sonntag, dem 28. Juli, die Ausstellung „In Balance" der Malerin Marita Damkröger und des Bildhauers Matthias Will. Die Ausstellung ist in Kooperation mit den Nibelungen-Festspilen Worms entstanden.
Zahlreiche Gemeinsamkeiten
In der Ausstellung „In Balance" geht es darum, die gemeinsame Sprache der Malerin Marita Damkröger und des Bildhauers Matthias Will zu zeigen. Die Arbeiten der beiden Darmstädter Künstler sind auf den ersten Blick sehr unterschiedlich und doch sehr eigenständig. Sie weisen auf den zweiten Blick zahlreiche Bezüge, Gemeinsamkeiten und Harmonien auf. In der Ausstellung ist die Balance in der Kunst gefunden worden. Hier sehen die Besucher Papier-Exponate und Skulpturen, die Materialien in Bezug und ins Gleichgewicht bringen, sie in Dialog zueinander setzen – ein künstlerisches Spiegelbild zur kommunikativen Komponente der Diplomatie.
Hohe Kunst
Die richtige Balance in der Diplomatie zu finden, die Kunst der Verhandlung zu beherrschen, das miteinander Reden, das Finden der Gemeinsamkeiten, gilt als hohe Kunst, und darum geht es in der diesjährigen Uraufführung „Der Diplomat“ der Nibelungen-Festspiele. Inwiefern Dietrich von Bern der Held des Stückes 2024 sich tatsächlich diplomatisch verhält, um seine hehren Ziele zu erreichen, das erfährt man in der Inszenierung vor dem Wormser Dom. Seine oberste Prämisse ist das Erreichen dieser Balance alleine mit Hilfe der Diplomatie.
Zusammenspiel von Licht und Farbe
Übertragen auf die Kunst „reden“ die gezeigten Kunstwerke miteinander: Beide folgen der Grundlage der Gestaltung mit Kreis, Quadrat und Kugelform. Beiden geht es um das Zusammenspiel von Licht und Farbe, von waagrechter und senkrechter Linie, um den Ausgleich der Kräfte sowie des Gleichgewichts. Beide fühlen sich der Reduktion verpflichtet – und bei Marita Damkröger und Matthias Will geht es um die beiden Pole, Schwere und Leichtigkeit, Höhe und Tiefe.
Balance zwischen den Werken
Marita Damkrögers kleine und sehr große Aquarelle auf Papier, loten den Raum aus. Dafür nutzt sie in den dynamischen Bildern Reihung, Rhythmus und Wiederholung. Dabei steht die Linie am Anfang ihrer Kompositionen. Matthias Wills Metall-Skulpturen scheinen trotz des Gewichts der Kreis- und Würfelsegmente zu schweben. Sie werden von gespannten Stahlseinen in eine physische Balance gebracht. Der Eindruck der Schwerelosigkeit verstärkt sich.
„In Balance" Kunstverein Worms
Renzstraße 7-9
Öffnungszeiten: Freitag bis Sonntag von 15 bis 18 Uhr Laufzeit: 21. Juni bis 28. Juli
Vernissage mit Artist Talk: 21. Juni um 18.30 Uhr
Veranstaltung „Texte und Musik": 6. Juli um 15.30 Uhr; Ingrid Thiel, Iris WelkerSturm und Barbara Zeizinger werden Lyrik und Prosatexte lesen. Joachim Günther und Matthias Will werden Jazzimprovisationen spielen.