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Mi., 14. Dezember 2016, 11:34 Uhr
HSG-Handballer leisteten sich beim TV 05 Mülheim eine blamable 26: 31-Niederlage
Die Generalprobe für das Derby geriet sichtlich daneben
Von Klaus Diehl Eine Woche vor dem Nachbar-Derby in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar gegten die TG Osthofenm blamierten sich die Handballer der HSG Worms im letzten Auswärtsspiel des Jahres beim TV Mülheim mit einer 26:31(13:13)-Niederlage. HSG-Trainer Gerd Zimmermann redete nach dem Schlusspfiff auch nicht lange um den heißen Brei herum: Viele der normalen Stärken waren nicht zum Tragen gekommen, aber letztlich ist die Niederlageauf eine katastrophale Chancenverwertung zurückzuführen. Das einzig Positive, so die Hoffnung des HSG-Trainers, ist vielleicht, dass auf eine verpatzte Generalprobe in der Regel eine gelungene Aufführung folgt. Das Spiel gegen Osthofen wird es zeigen müssen.
Waren es die Gedanken schon im Unterschwang an dieses stets brisante Nachbar-Derby gegen die TG Osthofen, oder auch die Unterätzung der Mülheimer Gastgeber mit deren schlechtesten Abwehr bisher in der Oberliga. Nun, von beidem wird etwas dabei gewesen sein. Dabei hieß der Wormser Matchplan mit geballter Offensivkraft den defensivschwachen Gegner zu überrennen. Jedoch legte die HSG einen Fehlstart hin. Im Angriff ließ man beste Torchancen liegen und auch in der Defensive agierte man nicht mit der letzten Konsequenz. So lief die HSG vom Anpfiff weg einem Rückstand hinterher (1:3, 7., 5:9, 18.). Auch zahlreiche Spielerwechsel zeigten keinerlei Wirkung, da man durch die Bank weder mit dem Mülheimer Angriffsspiel noch mit dem eigenen Torabschluss zurechtkam. Wie man den Ball erfolgreich im Tor versenkt, demonstrierte der Mülheimer Rückraumshooter Max Zerwas. Obwohl der HSG-Trainer eindringlich vor der Torgefahr des besten Werfers in der aktuellen Oberligasaison gewarnt hatte, war der groß gewachsene Mülheimer nicht aufzuhalten. Gleich zwölf Mal bezwang er den Wormser Deckungsverbund. „Wir wussten, dass er seine Tore macht“, so Zimmermann und kritisierte: „Aber die Mitspieler von Max Zerwas haben viel zu viele Tore gemacht.“ Trotzdem reichte eine kleine Hochphase der Wormser kurz vor der Halbzeitpause, zum 13:13-Zwischenstand.
Dies verlieh der HSG-Sieben mit Beginn der zweiten Halbzeit Auftrieb. Obwohl technische Fehler und Fehlwürfe auch nach dem Seitenwechsel das Spiel der Gäste prägten, konnte sich Mülheim nicht absetzen. Stattdessen ging die HSG in der 40. Spielminute sogar überraschend mit 20:19 in Führung. Dann standen sie sich wieder selbst im Weg und die Führung schnell wieder aus der Hand gegeben. Mülheim war zwar zum Schlusspfiff kaum besser als die HSG, jedoch erzielten die Gastgeber eben die notwendigen Tore. Die HSG Worms dagegen vergab Chancen für zwei Spiele und mehr. Nun heißt es diesen nicht einkalkulierten Rückschlag abzuhaken und zum Jahresabschluss gegen Osthofen Besserung zu geloben. Das Training und Vorbereitung auf dieses Derby in dieser Woche dürfte für die HSG-Handballer sowieso kein Zuckerschlecken werden.
Es spielten in Mülheim: Marco Palzer, Sascha Gieger, Denis Markert (3), Fabian Markert (5), Markus Metzdorf (2), Florian Reichelt (2), Jörn Christmann (3), Jochen Schloß (4), Kai Zimmermann (2), Alexander Eusterholz (1), Fabian Russ (1), Lucas Gerdon, Kuba Balaz (3)