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  • Mo., 20. Juni 2022, 12:05 Uhr
    NIBELUNGEN-FESTSPIELE: „hildensaga. ein königinnendrama“ vom 15. bis 31. Juli / Uraufführung vor dem Wormser Kaiserdom

    Die Geschichte der Nibelungen aus Sicht der Frauen

    Palle Steen Christensen wird mit seinem Bühnenbild magische Momente für die Zuschauer kreieren. Foto: Palle Steen Christensen


    Die für die Festspiele 2020 geplante und wegen der Pandemie abgesagte Inszenierung „hildensaga. ein königinnendrama“ feiert nun am 15. Juli 2022 vor dem Wormser Dom Premiere. Einer der profiliertesten deutschsprachigen Gegenwartsdramatiker, der österreichische Autor Ferdinand Schmalz, schreibt das Königinnendrama der Nibelungen: Diesmal werden die Frauen, vor allem Brünhild und Kriemhild, im Zentrum stehen. Sie und nicht die Männer werden die treibende Kraft der Geschichte sein. Regie führt Roger Vontobel, dessen Inszenierung „Siegfrieds Erben“ und deren technische Effekte, wie das 3D-Mapping mit den projizierten Gesichtern an den Dommauern, 2018 für große Aufmerksamkeit sorgten. Der Däne Palle Steen Christensen wird, wie auch vor vier Jahren, für das Bühnenbild verantwortlich sein und mit technischen Effekten magische Momente für die Zuschauer kreieren. Ein zentrales Element wird dabei unter anderem Wasser spielen. Geplant ist eine Wasserwelt, die zugleich als Projektionsfläche dient. Ebenso sollen Videoinstallationen erneut eine große Rolle einnehmen.

    Zum Inhalt von „hildensaga. ein königinnendrama“

    Ferdinand Schmalz erzählt die Geschichte für die kommenden Nibelungen-Festspiele aus einer anderen Perspektive: Aus der Sicht der Frauen. Gemeinsam mit den Nornen, den aus der Ursage der Edda stammenden Schicksalsfrauen, spinnt er die Fäden der Geschichte neu. Und so sind es vor allem Brünhild und Kriemhild, die das Heft des Handelns in die Hand nehmen und dem Treiben der Männer Einhalt gebieten. Die aufbegehren gegen Raub und Betrug, Verrat und Vergewaltigung. Zwei Frauen, die sich weigern, Opfer einer außer Rand und Band geratenen Männerwelt zu sein und die sich auf das besinnen, was sie sind: Zwei Königinnen. Dass Brünhild und Kriemhild sich verbünden, statt sich gegeneinander ausspielen zu lassen, verändert nicht nur die Beziehung der beiden Frauen, sondern auch den Ausgang der bekannten Nibelungengeschichte.

Schmalz zeigt dabei exemplarisch, was alles möglich ist, wenn wir unser Schicksal selbst in die Hand nehmen – aber auch, dass es keinen dauerhaften Frieden geben kann, solange es uns nicht gelingt, die Kriegslogik von Gewalt und Gegengewalt zu durchbrechen. Seine „hildensaga“ wird so nicht nur zu einer modernen Nibelungenüberschreibung, sondern auch zu einem hochaktuellen Gegenwartskommentar.

    Informationen zum Ticketkauf

    Tickets können über die Hotline 01805/337171 (0,14 Euro/Minute aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 Euro/Minute) oder über die Internetseite www.nibelungenfestspiele.de bestellt werden. Tickets gibt es u.a. auch bim Nibelungen Kurier, Prinz-Carl-Anlage 20, 67547 Worms, sowie bei allen bekannten Ticketregional-Vorverkaufsstellen. Regulär kosten die Tickets je nach Kategorie zwischen 29 und 139 Euro. EWR CLEWR-Card-Inhaber und engelhorn-Kundenkarteninhaber erhalten zehn Prozent auf zwei Eintrittskarten bei Buchung über die oben genannte Hotline sowie beim TicketService Worms (gilt nicht in Kombination mit anderen Rabatten).

    Vor dem Besuch der Nibelungen-Festspiele 2022 werden alle Gäste gebeten, sich auf www.nibelungenfestspiele.de über die dann aktuell gültigen Corona-Besuchsregelungen zu informieren.

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