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  • Mo., 29. April 2019, 11:59 Uhr
    Neues Kita-Gebäude in Westhofen nun vollständig in Betrieb / 2 Millionen Euro an Kosten veranschlagt

    Die Grashüpfer öffnen die Pforte

    „Wer will fleißige Handwerker seh’n?“ sangen die Kinder und eröffneten damit offiziell ihr neues Kita-Gebäude. Foto: Leonie Ahlert


    Von Leonie Ahlert | „Wie schnell die Zeit vergehen kann“, lächelte der Westhofener Ortsbürgermeister Ottfried Fehlinger nach großem Applaus für die Kindergartenkinder des neuen Gemeindekindergartens „Die Grashüpfer“ im Alten Osthofener Weg, die soeben stolz die Feierlichkeiten mit zwei im Chor gesungenen Liedern eröffnet hatten. „Wer will fleißige Handwerker seh’n? Der muss zu uns Kindern geh’n“ – und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn in den vergangenen zwei Jahren war ganze Arbeit geleistet worden. Seit Mitte Januar ist der Neubau, der drei zusätzliche Kindergruppen beherbergt in Betrieb und seit dem 1. April nun auch personell vollständig ausgestattet.

    Weinhoheiten zu Besuch

    „Die Ortsgemeinde baut keinen Kindergarten, nur weil das eine gute Idee ist. Die Planung eines solchen Baus wird von der jährlichen Kindergarten-Platz-Analyse abhängig gemacht und in Westhofen war der Bedarf da“, so Fehlinger, der allen Anwesenden für ihr Kommen sowie die Unterstützung dankte. Hoher Besuch war erschienen, denn neben Kindern, Eltern und Erziehern waren auch Verbandsbürgermeister Walter Wagner, CDU-Landratskandidat Markus Conrad, Kreisabgeordneter Klaus Mehring und Bundestagsabgeordneter Jan Metzler erschienen sowie die Rheinhessische Weinprinzessin Rebecca Lang und die Traubenblütenkönigin mit Traubenblütenprinzessin.

    Der Neubau ist optimal auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Altersgruppen angepasst worden. Kinder sollen hier auch Kind sein dürfen, so gibt es eine sogenannte „Matschschleuse“ – eine Garderobe mit der Möglichkeit, die Schuhe zu säubern. Die Kinder sollen sich beim Toben schmutzig machen dürfen, so gelangt der Dreck jedoch nicht nach drinnen.

    Ruhige und laute Bereiche

    Wie in Kindergärten üblich, ist auch in der neuen Kita die Lage der Küche zentral. Um den alltäglichen Ablauf der Kinder nicht zu stören, ist es dennoch möglich, den Raum über einen Nebeneingang zu betreten, beispielsweise beim Anliefern der Lebensmittel. Es gibt einen ruhigen Bereich, den Krippen- und Schlafraum sowie einen Kleinstkinderaußenbereich, der an diesen anknüpft. Während der Mittagsschlafzeit wird dieses Abteil nicht vom Lärm des lauteren Außenbereichs sowie dem der Bewegungs- und Spielräume gestört. Außerdem ist der Kindergarten den ganzen Tag geöffnet und somit nun eine Kindertagesstätte.

    Feierlich wurde der Grashüpfer enthüllt. Als bespielbares Kunstwerk ist er DAS Highlight für die Kinder. Foto: Leonie Ahlert


    Zum Ende der Eröffnungsreden hatte Fehlinger schließlich noch ein besonderes Highlight. Er bat Carmen Stahlschmidt zu sich und enthüllte mit ihr gemeinsam deren neues Kunstwerk. „Es war schon eine Herausforderung“, erzählte die Künstlerin freudig, „um den Namen wiederzugeben, sollte es ein Grashüpfer werden, noch dazu soll dieser für die Kinder bespielbar sein. Kunst ist wichtig im Leben und so war es ein tolles Projekt für mich, den Kleinsten zugänglich diese zugänglich machen zu dürfen.“ Der Grashüpfer besteht aus Flussfindlingen und Bronze. Kaum war er enthüllt, hatte man kaum Zeit zum Bestaunen, denn die Kinder waren so begeistert, dass sofort losgespielt und -geturnt wurde was das Zeug hält.
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