Mi., 30.09.2026
Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Do., 06. Juli 2017, 14:45 Uhr
    19 weißrussische Kinder verbrachten im Rahmen ihres vierwöchigen Deutschlandaufenthalts auf Einladung von DB Regio Mitte einenTag in Worms

    Die Katastrophe von Tschernobyl ist 31 Jahre her - die Folgen sind präsent

    Am Donnerstagmorgen kam die Gruppe von Kindern aus dem weißrussischen Shitkowitschi am Wormser Hauptbahnhof an. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Die Organisation „Kinder von Shitkowitschi“ lädt seit über 25 Jahren Jungen und Mädchen aus der weißrussischen Stadt Shitkowitschi zu einem vierwöchigen Ferienaufenthalt zu Gasteltern in die Vorderpfalz ein. Ein Tag verbringen die kleinen Gäste dabei auf Einladung der DB Regio Mitte traditionell in Worms. Diesen Tag organisierte Bernd Pawel mit seinem Helferteam und schenkt den Besuchern aus Weißrussland damit einen unvergessenen und schönen Tag. Am Donnerstag war es wieder soweit und 19 Kinder kamen mit dem Zug nach Worms. Dort wurden sie abgeholt und sofort ging es weiter zur Hauptfeuerwache, wo ein tolles Programm auf sie wartete. Die nächste Station war der Tierpark bevor es zum Essen ins Restaurant TE ging. Um 18.40 Uhr endete am Wormser Bahnhof der für die Kleinen der Tag und es ging zurück zu den Gasteltern.

    Reaktorkatastrophe vorn 31 Jahre

    Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl ereignete sich am 26. April 1986. In Folge der Kernschmelze, dem so genannte Supergau, explodierte der Rekatormantel, woraufhin Trümmer und radioaktives Material Kilometer weit durch die Gegend geschleudert wurden uns sich eine atomar verseuchte Wolke über ganz Europa ausbreitet. Das direkte Umfeld des Reaktors ist bis heute Sperrgebiet und unbewohnbar. Der Reaktor wurde mit einem provisorischen Sarkophag gedeckelt. Im Jahr 2016 wurde über dem alten Sarkophag ein neue, gigantische Betonhülle errichtet, der Ende 2017 endgültig in Betrieb gehen soll. Shitkowitschi liegt rund 100 Kilometer von Tschernobyl entfernt.

    Spätfolgen

    Genaue Zahlen über die Opfer der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl liegen nicht vor bzw. über sie wird gestritten. Sie reicht von rund 30 Toten bezogen auf die unmittelbaren Opfer vor Ort über 10.000 an Krebs verstorbene Helfer und Bewohner bis hin zu rund 1 Millionen Menschen, die inzwischen den Spätfolgen erlegen sein sollen.
    Dass es allerdings gesundheitliche Beeinträchtigungen gibt, ist unbestritten. So leiden besonders Kinder an Immunschwäche. Und dies selbst 31 Jahre nach dem Unfall. Der Grund ist, die Kinder von damals heute selbst Eltern sind und manche Schädigungen vererbt wurden. So leiden auch die 20 Jungen und Mädchen, die momentan von der Organisation „Kinder von Shitkowitschi“ in der Vorderpfalz sind, an einer Schwächung des Immunsystems. Bei ihrem vierwöchigen Aufenthalt in der Pfalz soll sich das Immunsystem der Kinder stärken.

    Gasteltern gesucht

    Nach wie vor werden jedes Jahr Gasteltern gesucht, die Kinder für vier Wochen aufnehmen wollen. Auch für das Jahr 2018 ist der Besuch von weißrussischen Kindern geplant. Wer Interesse hat, findet mehr Informationen im Internet unter: www.kinder-von-shitkowitschi.de

     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Worms und Ortsteile
    Anzeige Reifen Mast KN10123Anzeige Platten NOLLAnzeige Online StellenmarktAnzeige VHS
    Anzeige Tip SüdhessenAnzeige AmtsblattAnzeige Cecil Cycle KN18256
    Anzeige das WormserAnzeige TicketshopAnzeige 3 Füller 1