
Von Marcus Diehl › Aus Wormser Sicht scheint es eine verkehrte Welt in der Landesliga Ost zu sein: Die beiden Kellerkinder Pfeddersheim und Neuhausen bringen sich mit Siegen wieder ins Gespräch. Zwar bleiben sie am Tabellenende stehen, haben aber den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze erreicht. Die beiden Spitzenteams Gimbsheim und Wormatia hingegen mussten Federn lassen. Für die Wormatia war es eine vergebene Chance näher heranzurücken, denn kein Team in der oberen Tabellenhälfte konnte sein Spiel gewinnen.
Das Spitzenspiel des Spieltages hat nicht ganz das gehalten, was es im Vorfeld versprach. Andererseits war es eine interessante Partie. Den Gastgebern war es geschuldet, dass es kein einseitiges Spiel wurde. Alleine in den ersten fünf Minuten haben sie vier Hochkaräter nicht ausnutzen können. Die Mainzer konnten sich bei ihrem Torhüter Markus Merker bedanken, dass die Null Bestand hatte.
Ob es Daniel Gawlik, Adriano Fragomeli oder Reda Chkifa, alle konnten ihre Chancen nicht nutzen. Anders die Gäste mit dem ersten Eindringen in den Strafraum gingen sie gleich in Führung. Gut durchgespielt erschien Leon Nauth – frei vor Torhüter Niklas Radmacher – konnte ihn umkurven und den Ball Richtung Tor bringen. Yasin Yildiz wollte noch retten, was zu retten war, konnte ihn aber nicht mehr entschärfen.
Die Gäste standen in der Folge sehr stabil und kompakt. Mit schnellem Umschaltspiel wollten sie weiterhin für Gefahr sorgen. Die Gastgeber versuchten es mit langen Bällen. Allerdings zu oft durch die Mitte, wobei die beiden Außen oft übersehen wurden. Diese Spielweise brachte Weisenau nicht in Bedrängnis. So war es war einfach zu verteidigen. Nur bei einem Kopfball von Ali Aslan, war man nicht auf der Höhe, dieser Ball musste eigentlich ins Tor.
In der zweiten Hälfte das gleiche Bild: Gimbsheim übernahm das Kommando, ohne erst einmal gefährlich zu werden. Viele Aktionen waren mit Hektik unterlegt, es fehlte die Genauigkeit. Doch man hat nicht lockergelassen. Nachdem Ali Aslan und Daniel Gawlik kein Schussglück hatten, wurde die Zeit immer enger. Diese Hartnäckigkeit wurde dann doch noch belohnt, weil jetzt endlich mal sehr zielstrebig und mit Tempo der Weg in Richtung Tor angestrebt wurde. Yasin Yildiz mit schnellem Spiel im Mittelfeld, weiter zu Reda Chkifa, der schickte Pietro Fargomeli in den Strafraum und seinen überlegten Pass konnte Ali Aslan aus fünf Metern einschieben. Ein verdientes Unentschieden, da die Altrheiner alles unternommen haben, wenigstens einen Punkt zu retten.
Nach sechs Niederlagen am Stück gab es wieder drei Punkte für den Aufsteiger. Endlich hat das Team ihre verlorenen Tugenden wieder gefunden. Es zeigte Willen, Einsatz und mannschaftliche Geschlossenheit – genau das, was im Abstiegskampf gebraucht wird. Damit konnte auch die doppelte Unterzahl nach Gelb-Rot von Alexander Folk und einer Zeitstrafe von Dominik Amrugiewicz kompensiert werden. Steven Junkert und Jonas Frey trafen für den TuS, den Anschlusstreffer erzielte Laurent Laturner.
Ein Auswärtssieg für die TSG! Die Führung von Fabian Herchenhan konnte die Gastgeber noch ausgleichen. Nach dem zweiten Tor von Dominik Schwarz fanden sie kein Mittel mehr. Die TSG zeigte eine gute kämpferische Leistung.
Hier wurden die Gäste zum Toreschießen eingeladen! Nach einem frühen zwei-Tore-Rückstand konnte Emir Kolbüken zwar verkürzen, aber die Hoffnung zur Verbesserung bestand nicht lange. Die Gäste stellten schnell auf zwei Tore Unterschied. Erst kurz vor dem Ende sorgte Fabio Genna für den Endstand. Für Weiteres war keine Zeit mehr.
Am Samstag kommt es in Pfeddersheim zum Klassiker. Der VfR Wormatia Worms II ist um 18 Uhr dort zum Prestigeduell. Ebenfalls am Samstag spielt der TuS Neuhausen um 15 Uhr beim ASV Fußgönheim. Am Sonntag kommt es zum absoluten Spitzenspiel. Tabellenführer SV Büchelberg empfängt seiner ärgsten Verfolger SV Gimsbheim.