Der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt beschloss heute u.a. massive Investitionen bei der Betreuung von Kindern im U3-Bereich
Die KiTa kommt!
Für Michael Kissel ist klar: „Mit einer Quote von 21 Prozent, in Relation zu den 31 Prozent ermittelten Bedarfes der Wormser Kinder für KiTa-Plätze im U3-Bereich, sind wir in Rheinland-Pfalz Vorletzte – das muss sich ändern“.
Was der Wormser Oberbürgermeister im Anschluss an die Sitzung des städtischen Haupt- und Finanzausschusses verkündete, ist wohl der wichtigste der heutigen Beschlüsse gewesen. Nahezu einmütig sei demnach beschlossen worden, nachfolgende Planungen an den zuständigen Jugendhilfeausschuss weiterzugeben. So fehlten laut Kissel insgesamt 255 U3-Plätze, davon allein 155 im Innenstadtbereich. Daher sei entschieden worden, hier eine neue siebengruppige KiTa mit Platz für 121 Kinder zu bauen. Einen Standort wusste er noch nicht zu vermelden. In der Carl-Villinger-Straße oder dem Fischmarkt gebe es entsprechende Flächen in städtischem Besitz.
Erweiterungen bestehender Einrichtungen Darüberhinaus soll die „Sonnenblume“ in Heppenheim baulich um einen Gruppenraum erweitert werden. Auch die Pfeddersheimer KiTa „Sonnenschein“ werde vergrößert, allerdings auf bislang ungenutzten Bereichen der Paternusgrundschule. Gleiches gelte für die „Arche Noah“ in Rheindürkheim mit einer Erweiterung innerhalb der dortigen Grundschule. Neben einem aufwändigen Neubau fördere dies den Übergang von der KiTa zur Grundschule, so der Stadtchef.
Darüberhinaus denke man über einen KiTa-Neubau in Pfiffligheim nach, wobei noch zu klären sei, ob die Stadt ihn von der evangelischen Kirche übernehmen und/oder ihn an alter Stelle erweitern wolle.
Den DRK-„Hort im Grünen“ werde man zudem mit einem 25-prozentigen Zuschuss auf eine Erzieherstelle unterstützen. So werde man in einem definierten Testzeitraum prüfen, ob der Hort so weiterbestehen könne.
Einen Zeitrahmen für die Realisierung der Projekte konnte Kissel noch nicht nennen, doch gebe es für Erweiterungen oder Sanierungen entsprechende Bundesmittel. Diese liefen allerdings 2017 zunächst aus.
Weitere Punkte der heutigen Sitzung des städtischen Haupt- und Finanzausschusses waren u.a.:
– Erhöhung der städtischen Schulbeiträge um 1 Euro: damit könnten laut Michael Kissel Mehraufwendungen von 174.000 Euro realisiert werden
– Umbenennung der Lucie-Kölsch-Jugendmusikschule in Lucie-Kölsch-Musikschule: Mit einer moderaten Erhöhung der Gebühren, vor allem bei Leihinstrumenten soll eine Verbreiterung des Angebotes auch auf Erwachsene möglich werden.
– Erneute Ausschreibung der Verpflegung in den Wormser Ganztagsschulen.
– Ausschreibung der Schülerbeförderung für die drei Standorte der Förderschule.
– Die Vorstellung eines „Vulnerabilitätskonzeptes“ für die Stadt, es soll Maßnahmen gegen die Folgen der absehbaren Erderwärmung aufzeigen.
Der Fischmarkt ist schon seit langem im Gespräch als Standort für eine innerstädtische KiTa. Foto: Robert Lehr