
Von Felix Berz und Vera Beiersdörfer | Im Nibelungen-Festspielsommer 2015 verkörperte Max Urlacher im Stück „Gemetzel“ den Hagen und fiel somit Kriemhilds Rache zum Opfer. Das Motiv der Rache findet sich nun auch in seinem aktuellen Buch „Die Königin von Lankwitz“ wieder. Am Freitag, dem 16. März, stellt der beliebte Schauspieler und Autor seinen neuen Roman im WORMSER vor, darin stehen Bea und Irene im Mittelpunkt. Beide sind Anfang 50 und frisch aus dem Knast entlassen. Irene hat vor acht Jahren ihren Mann im Rückwärtsgang erledigt. Das ist der Anstoß zu ihrer Geschäftsidee: eine Ich-AG mit krimineller Rache-Ausrichtung.
Fortan räumen Bea und Irene auf Wunsch ihrer Klientinnen unerträgliche Ehemänner, fiese Chefs und andere Flitzpiepen aus dem Weg. In einem lockeren Schreibstil erzählt Urlacher die Geschichte der beiden Frauen und schafft es, den Leser auf 200 Seiten bestens zu unterhalten und zum Schmunzeln zu bringen. Im Vorfeld zur Lesung hatte der Nibelungen Kurier die Möglichkeit, ein Interview mit Max Urlacher zu führen.
NK: Herr Urlacher, Sie stellen am 16. März Ihren neuen Roman „Die Königin von Lankwitz” Ihrem Wormser Publikum vor. Worum geht es darin konkret?
M.U.: Der Roman handelt von den Berliner Frauen Irene und Bea sowie deren Rache an der Männerwelt. Das Buch ist geprägt von Drohungen und Gewalt. Aber alles witzig und humorvoll verpackt. Typisch Berlin eben!
NK: Woher nahmen Sie die Inspiration für die Story?
M.U.: Themen, über die ich gerne ein Buch schreiben würde, habe ich viele im Kopf. Dass es schließlich das „Rache“-Thema wurde liegt auch an meiner Zeit bei den Nibelungen-Festspielen und an der Auseinandersetzung mit meiner Rolle als Hagen.
NK: Wie lange dauert es von der Idee bis zum fertigen Roman?
M.U.: Da gibt es keine Regel. Das ist ganz unterschiedlich, manches schreibt sich ganz schnell. „Die Königin von Lankwitz“ hat von der ersten Idee bis zur Veröffentlichung aber schon etwa drei Jahre gedauert.
NK: Wie kam es dazu, dass Sie sich für die Lesung Unterstützung durch Gerd Wameling geholt haben?
M.U.: Gerd Wameling ist für mich ein großartiger Kollege und sehr reizender Mensch. Außerdem finde ich, ist es ein interessanter Ansatz, dass zwei Männer verschiedener Generation ausgerechnet ein Buch präsentieren, in dem es um Frauen geht.
NK: Welche Erinnerungen haben Sie an Worms und das hiesige Theater?
M.U.: An Worms habe ich sehr gute Erinnerungen. Es war ein fantastischer Sommer mit tollen Menschen und schöner Atmosphäre. Die Erfahrung hat mir eine Menge gebracht. Was mir ganz besonders aus Worms in Erinnerung geblieben ist, sind die überragende Pasta bei Ivo, mein super Physiotherapeut Federico und Ilse Lang wegen ihres herausragenden sozialen Engagements. Das Wormser Theater ist wirklich ein Diamant für die Stadt. Ich finde es schade, dass dieses Schmuckstück nicht noch weiter über die regionale Grenze hinaus bekannt ist. Ich freue mich schon darauf, dort das erste Mal vor Publikum zu stehen. Ich war bisher ja nur für die Festspiel-Proben dort.
NK: Was haben Sie für die Zukunft geplant?
M.U.: Nachdem ich das Hörbuch zum Roman eingesprochen habe, bin ich nun mit meinem Buch unterwegs. Am Weltfrauentag, dem 8. März, stelle ich es beispielsweise in der rbb Abend-Show vor.
NK: Was würden Sie sich wünschen, wenn Sie drei Wünsche frei hätten?
M.U.: Das ist so spontan eher schwierig zu beantworten. Ich bin mir aber relativ sicher, dass man mit „Gesundheit, Gesundheit und Gesundheit“ nicht falsch liegt. Ich hatte letztes Jahr einen Bandscheibenvorfall, von daher weiß ich genau, wovon ich spreche.
Tickets für den hochspannenden Abend mit Max Urlacher und Gerd Wameling gibt es im Vorverkauf u.a. beim Nibelungen Kurier, Prinz-Carl-Anlage 20, 67547 Worms, sowie bei allen bekannten Ticket Regional-Vorverkaufs
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