
Von Vera Beiersdörfer Am 9. Juni 1018 wurde der von Bischof Burchard erbaute Wormser Dom im Beisein von Kaiser Heinrich II. feierlich eingeweiht. „Aufgeschlossen“ – so lautet das Motto für das Jubiläumsjahr 2018, das im Rahmen einer Pressekonferenz von Bistum Mainz, Stadt Worms, dem katholischen Dekanat Worms sowie der Domgemeinde St. Peter am 999. Dom-Geburtstag der Öffentlichkeit präsentiert wurde. „Aufgeschlossen“, so Thomas Klumb, Öffentlichkeitsarbeit Bistum Mainz, „nimmt Bezug auf den Petrusschlüssel aus dem alten Wappen des Bistums Worms und dem Domwappen, der auch das Stadtwappen der Stadt ziert. Der Schlüssel geht dabei zurück auf das Matthäus-Evangelium, in dem beschrieben wird, wie Jesus die Schlüssel des Himmelreiches an den Apostel Petrus übergibt. Das von der Wormser Agentur Schäfer & Bonk entworfene Logo verdeutlicht die Gemeinsamkeit zwischen Dom, Stadt und auch Bistum auf vortreffliche Art und Weise und versinnbildlicht die offenen Türen des Wormser Gotteshauses“.
Via Videoeinspielung übersandte auch der designierte Bischof von Mainz, Professor Dr. Peter Kohlgraf, seine Grüße und erklärte, dass er sich derzeit überlege, den Wormser Schlüssel ebenfalls in sein künftiges Bischofswappen zu integrieren, um die Verbundenheit von Dom und Bistum zu unterstreichen.
Bundesweit bedeutsames Jubiläum
Am 9. Juni 2017, dem 999. Weihetag des Dom St. Peter, wirft das kommende Jubiläumsjahr bereits seine Schatten voraus. Propst Tobias Schäfer stellte während der heutigen Pressekonferenz einige geplante Aktionen für 2018 vor. Die Feierlichkeiten beginnen bereits am 28. Januar mit einem bundesweiten, live durch das ZDF übertragenen Festgottesdienst. Die große Bedeutung des Jahrestages unterstreicht auch die Entscheidung des Bundespostministers, das Domjubiläum durch eine Sondermarke „Tausend Jahre Weihe des Domes St. Peter zu Worms“ zu ehren. Höhepunkt des Geburtstagsjahres wird sicherlich die Festwoche, welche durch den Rheinland-Pfalz-Tag eingeleitet wird. Die eigentliche Festwoche wird sich dann vom 4. bis 10. Juni unmittelbar anschließen. Hierfür seien bereits viele Aktionen in Planung, dazu zähle unter anderem das gemeinsam mit der Stadt Worms und dem Bistum Mainz initiierte Projekt einer großen Lichtinstallation nach dem Vorbild von „Son et lumière“, wie es von französischen Kathedralen bekannt ist. „Dieses, natürlich auch finanziell aufwendige Vorhaben, soll über das Jubiläumsjahr hinaus zu einem weiteren touristischen Anziehungspunkt in Worms werden“, erläuterte Oberbürgermeister Michael Kissel. Ein konkreter Kostenvoranschlag sei noch nicht ausgearbeitet, daher könne man aktuell noch nichts über die benötigten Gelder sagen. Neben der Unterstützung des Bistums sei das Dekanat auch auf weitere Sponsoren angewiesen, um die Kosten von Rheinland-Pfalz-Tag und Dom-Jubiläum zu stemmen.
Eigene Facebookseite
Ein besonderes Geburtstagsgeschenk wird der Dombauverein Worms „seinem“ Dom im kommenden Jahr machen. Mit fünf neuen Glocken soll das bislang nur dreistimmige Geläut zu einem achtstimmigen Domgeläut erweitert werden. „Zwar stehen die genauen Termine noch nicht fest, aber zweifellos werden auch die Fahrt in die Glockengießerei zum Guss der neuen Glocken wie auch die für Mai geplante Glockenweihe zu den Höhepunkten des Jubiläumsjahres zählen“, ist sich Propst Schäfer sicher. Pünktlich zum 999. Geburtstag läutete der Domvorsteher eine neue Ära ein. Noch während der Pressekonferenz schaltete er die Facebookseite „@Dom.St.Peter.zu.Worms“ frei. Hier können sich Interessierte ab sofort über den Stand der Planungen zur Tausendjahrfeier informieren.
Dom als Identitätsstifter
„Der Dom ist nicht nur das vielleicht wichtigste Stück gebautes Worms und die von weithin sichtbare Krone der Stadt, sondern hat vielmehr eine identitätsstiftende Wirkung auf alle Menschen, die in Worms leben und die Ausstrahlung des kirchlichen Gebäudes genießen“, hob OB Kissel die enorme Bedeutung des Bauwerkes hervor. Auch er bescheinigte der Agentur Schäfer & Bonk eine gelungene Umsetzung des Mottos in ihrem Logo-Design. Er hoffe auf viele Wormser und Wormserinnen, die sich bei den geplanten Feierlichkeiten einbringen. Matthias Klöppinger, Dekanatsreferent Dekanat Worms, warb ebenfalls für zahlreiche freiwillige Helfer. „Der Dom gehört allen Wormsern, daher möchten wir breit dazu aufrufen, sich einzubringen und das Jubiläum mitzugestalten. Jeder kann sich engagieren, um der Domstadt ein freundliches Gesicht zu geben und den Gästen während des Rheinland-Pfalz-Tages und der Festwoche zeigen, dass wir eine lebendige und, wie unser Motto schon sagt, aufgeschlossene Stadt sind“.
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