Investor gestaltet Eingangsbereich zur »KW« mit hochwertiger Wohn- und Geschäftsanlage neu
Die »KW« erhält einen deutlichen Attraktivitätsschub
Die Arbeiten an dem Eckgebäude in der »KW« laufen auf Hochtouren. Das Haus in dem das Fahrradgeschäft »Kött« beheimet war, wird bald abgerissen. Von links: Die Architekten Jörg Deibert, Kerstin Löbich sowie der Vetreter der Investorengruppe, Stefan Schäfer. Foto: Gernot Kirch
VON GERNOT KIRCH Vielen Wormser Bürgern schmerzte es in der Seele, wie die Wilhelm-Leuscher Straße, oder kurz „KW“, im vergangenen Jahrzehnt einen gewissen Niedergang erfuhr. Der Schwerpunkt für den Einzelhandel verlagerte sich sukzessive in den Bereich der Kämmererstraße und an den Römischen Kaiser. Spätestens mit dem Umzug des Modehauses C&A vor zehn Jahren von der „KW“ in die Kaiser Passage, fehlte der große Mag-net in der einstigen Wormser Flaniermeile.
Seit einiger Zeit ist aber wieder eine positive Bewegung in die Entwicklung der „KW“ gekommen. So kaufte im Jahr 2010 eine in der Region beheimatete Investorengruppe das Eckgebäude an der Wilhelm-Leuschner-Straße 1. Damals gab es einen Leerstand von 50 Prozent, der inzwischen durch die Nutzung mit Arztpraxen beseitigt wurde. Zurzeit entstehen auf dem Dach des Gebäudes zwei Penthouse-Wohnungen mit 143 bzw. 152 Quadratmetern.
Abriss als nächster Schritt
Der nächste Schritt der Entwicklung ist der Abriss des Gebäudes am Lutherring, in dem das Radgeschäft „Kött“ untergebracht war. Das Haus ist von der gleichen Investorengruppe gekauft worden und wird in 2016 oder 2017 abgetragen. Hier soll ein kombiniertes Wohn- und Geschäftshaus mit Tiefgarage entstehen. Ein vierter Schritt soll die Umgestaltung der AfA-Passage sein, allerdings ist der Baubeginn hier erst im Jahr 2025.
Architekt Jörg Deibert von der Bürogemeinschaft a.i.b. betont die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadt. Er hofft, dass die Projekte der „KW“ einen Impuls geben. Die Zukunft der Straße könnte so aussehen, dass im Erdgeschoss-Bereich wie bisher Geschäfte angesiedelt sind, während in den oberen Etagen der Gebäude attraktive Wohnungen entstehen. Insgesamt biete Worms als Wohnstandort noch großes Potential, betonte Stefan Schäfer.