
„Sie sind jetzt unser Auge und Ohr für den Naturschutz vor Ort“, hob Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek den Stellenwert dieses Ehrenamts für die Stadt Worms bei der Ernennung von Jutta Wostbrock zur neuen Naturschutzbeauftragten für die Gemarkung Leiselheim hervor. Die pensionierte Lehrerin ist nun für die kontinuierliche Beobachtung und Begehung von insgesamt rund 147 Hektar Land zuständig, „denn die Gemarkungsgrenzen von Leiselheim reichen weit über die Ortsgröße hinaus“, verdeutlichte Kosubek. Zu ihren Aufgaben gehört auch, das Verständnis für Natur und Landschaft zu fördern, insbesondere im Bereich einer Bildung für Nachhaltigkeit.
Die Natur und Landschaft sei einer ständigen Veränderung unterlegen, ob durch natürliche Prozesse oder durch menschliche Einwirkung, unterstrich der Umweltdezernent die Wichtigkeit, fachkompetente Personen vor Ort zu haben, die mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Worms eng zusammenarbeiten. Die Neubesetzung dieser ehrenamtlichen Stelle war erforderlich geworden, nachdem Helmut Fingerl seine Tätigkeit nach 18 Jahren als Naturschutzbeauftragter aus Altersgründen zur Verfügung gestellt hatte. Seine Nachfolgerin Jutta Wostbrock ist im Naturschutz kein Neuling. Ihre aktive Naturschutzarbeit begann 1984 mit dem Eintritt in den Arbeitskreis für Landschaftspflege und Grünordnung unter Dr. Hermann Diehl und bei der Biotopkartierung der Stadt Worms arbeite sie aktiv mit. Seit 30 Jahren engagiert sich Jutta Wostbrock im Vorstand des NABU und seit vier Jahren auch im NABU-Landesvorstand, seit 2006 ist sie Mitglied im Fachbeirat für Naturschutz der Stadt Worms.
In der Gemarkung Leiselheim kennt sich die neue Naturschutzbeauftragte gut aus. Hier betreut sie für den NABU bereits das Grundstück "Im Geißbart", für das seit 1988 ein Pflegevertrag besteht. Für die künftige Arbeit wünschte der Bürgermeister seiner neuen „ehrenamtlichen Mitarbeiterin“ alles Gute und viel Erfolg. „Ich darf Ihnen versichern, dass wir an Ihrer Seite stehen“, so Hans-Joachim Kosubek.
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