Di., 14. Februar 2017, 15:26 Uhr
Stadtrat Franz Lieffertz engagierte sich für die Behebung technischer Probleme in Objekten der Wohnungsbau GmbH
Die Linke kritisiert Umgang mit Mieterbeschwerden
Der Stadtrat der Partei DIE LINKE Worms, Franz Lieffertz, begrüßt die Bereitschaft des Oberbürgermeisters Michael Kissel in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Wohnungsbau Worms die technischen Probleme einzelner Objekte in Neuhausen zu beheben. Die Bewohner waren laut seiner Aussage teilweise mehrfach und für einen längeren Zeitraum unterversorgt. Diese wunderschöne etwas verniedlichende Bezeichnung für einen über drei Jahre währenden Missstand ist aus Sicht von Lieffertz doch etwas zynisch. Die sogenannte Unterversorgung hat für die Bewohner bedeutet, dass sie in ihren Wohnungen gefroren haben und tageweise kein warmes Wasser zum Duschen hatten.
Die Bewohner mussten zu Freunden und Verwandten zum Duschen fahren und suchten dort Unterschlupf, um sich gegen die Kälte zu schützen. Der Wohnungsbau fiel nicht mehr ein , als Elektroöfen für Familien mit Kindern zur Verfügung zu stellen.
„Die Bewohner haben sich schon vor drei Jahren beim Herrn Oberbürgermeister beschwert und nichts ist passiert. Erst als eine Mieterin Unterschriften wegen dieses Skandals sammelte, habe sich der Fraktionsvorsitzende der SPD, Timo Horst, einschaltete. Richtig Bewegung kam in die Sache als die Stadtratsfraktion der LINKEN eine Anfrage zu diesem Thema stellte. Innerhalb von drei Tagen wurde dann das Problem gelöst“, so Lieffertz.
Weiter führt er aus: „Es scheint schon interessant zu sein, dass ein Fraktionsvorsitzender der SPD per Anruf ein Problem innerhalb von Stunden lösen kann, was ein Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender in drei Jahren nicht geschafft hat.“
Die Fraktion DIE LINKE fordert die Wohnungsbau auf, die entstandenen Kosten durch den erhöhten Stromverbrauch für die Benutzung der Elektroöfen und die Benzinkosten wegen der Fluchten aus der Kälte an die betroffenen Bewohner zu erstatten. „Ein Wischi-Waschi Dank erscheint doch etwas wenig. Eine Entschuldigung wäre zumindest angebracht.“ fordert Lieffertz abschließend.
Wohnungsbau GmbH