
Von Marcus Diehl › Wieder keine drei Punkte für die TSG Pfeddersheim. Bei der Oberligareserve des FK Pirmasens kassierten sie eine 3:2 (2:2) Niederlage. Bis die Pfeddersheimer die Begegnung richtig annahmen, lagen sie bereits mit 0:2 Toren hinten. Das Team von Trainer Marco Streker war nicht bei der Sache. Pirmasens sah die große Bedeutung der Partie und setzte einige Oberligaspieler ein. So standen z.B. der Ex-TSGler Kenan Dogan (9 Einsätze) und Kristof Scherf (13 Einsätze) mit weiteren Akteuren in der Startelf.
In der neunten Minute kassierte die TSG das erste Gegentor. Die Gastgeber konnten in Ruhe kombinieren, den Ball zurück an den Sechzehner legen und Antony Sesay ohne Gegenwehr einschießen. Der nächste Treffer fiel durch einen Elfmeter. Moritz Maurer rutschte unglücklich aus und brachte seinen Gegenspieler dabei zu Fall. Die Frage war nur: Wo fand das Foulspiel statt? In den Augen der TSG vor dem Strafraum, der Schiedsrichter sah es jedoch im Strafraum. Kristof Scherf war es egal und verwandelte sicher.
Ab jetzt spielte die TSG Fußball. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Die Zweikämpfe wurden endlich angenommen und die Gastgeber in die eigene Hälfte eingeschlossen. Die TSG zog die Partie auf ihre Seite und hatte nur das Pech, dass der Pausenpfiff ertönte. Denn bis dahin wurde noch der Ausgleich erzielt und Pirmasens wackelte gewaltig. Durch zwei Standards kam die TSG zu den Toren. Nach einer Ecke stand Lazar Ilic genau richtig und versenkte den Ball. Kurz vor der Pause köpfte Bartosz Wiach zum 2:2. Die TSG war jetzt voll im Spiel dabei.
Nach der Pause das übliche Saisonbild: Die Torchancen werden einfach nicht genutzt. Diesmal aber auch mit viel Pech dabei. Fabio Schmidt knallte an den Pfosten und Khaled Abou Daya an die Latte. Auch einen Elfmeter hätten sie bekommen können. Sportliche Leiter Manuel Wöllner: „Wenn er den Elfer für Pirmasens gibt, hätte er auch die Szene wo Fabio Schmidt auf dem Weg Richtung Tor ist, pfeifen müssen. Ich möchte aber die Niederlage nicht dem Schiedsrichter anhängen, denn er hat die Partie gut geleitet.“ Es wäre der mögliche Ausgleich gewesen, denn kurz davor setzte Tom Lautenschläger, von der Strafraumkante aus, den Ball in die Maschen. So steht am Ende die nächste Niederlage zu Buche. Trainer Marco Streker: „So viel Spielpech wie wir, kann man gar nicht haben. Wir waren absolut am Drücker, müssen das dritte Tor erzielen und dann fällt der entscheidende Gegentreffer aus den Nichts.“
Am Sonntag, 23. März, steht im Uwe-Becker-Stadion das nächste wichtige Spiel auf dem Plan. Es kommt der VfR Baumholder, der drei Punkte vor der TSG steht. Im günstigsten Fall wird es nur zwei Absteiger geben. Fünf oder sechs Absteiger sind aber auch möglich. Auf jeden Fall treibt die TSG ihre Planungen für die neue Saison voran. Mit Marlon Igerst kommt ein vielversprechendes Talent vom Oberligisten Schott Mainz. In der Innenverteidigung beheimatet, hatte er vor allem in der Anfangsphase der Saison seine Einsatzzeiten. Danach bremste ihn eine hartnäckige Krankheit etwas aus.