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  • Do., 29. Oktober 2015, 10:00 Uhr
    Positive Arbeitsmarktentwicklung in Worms hält an / Unternehmen suchen Personal und die Beschäftigung wächst weiter 

    Die Quote sinkt auf 7,3 Prozent!

    Archivfoto: Robert Lehr


    Der Wormser Arbeitsmarkt hat sich im Herbst 2015 weiterhin günstig entwickelt. Im Zuge des erneuten Rückgangs der Arbeitslosigkeit im Oktober sank wie bereits in den Vormonaten insbesondere die Zahl der arbeitslos gemeldeten Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Der Grund für die Beendigung der Arbeitslosigkeit war hier in der Regel der Beginn einer Ausbildung oder eines Studiums. Deutlich verringerte sich auch die Zahl der vom den Jobcenter Worms betreuten Arbeitslosen. Hier spielten neben Arbeitsaufnahmen auch Eintritte in beschäftigungspolitische Maßnahmen eine Rolle.

    „Der Arbeitsmarkt ist in einer guten Grundverfassung und bleibt auf Kurs“, so Susanne Decker, Leiterin der Wormser Arbeitsagentur. Der Rückgang im Oktober sei zwar weniger stark ausgefallen als im September, stelle aber für einen Oktober einen sehr guten Wert dar. Auch wenn das Dauerhoch bei den Stellenmeldungen inzwischen etwas abgeflacht sei, gebe es bei den Unternehmen nach wie vor einen hohen Personalbedarf und der Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung sei ungebrochen. Nach den aktuellsten Zahlen lag die Beschäftigung in Rheinhessen im März dieses Jahres erstmals über der Marke von 220.000. Die Flüchtlingskrise werde sich, so die Einschätzung der Agenturleiterin, erst zu Beginn des nächsten Jahres auf den Arbeitsmarkt auswirken.

    Arbeitsmarkt, Gesamtzahl und Quote
    Im Oktober waren in der Stadt Worms insgesamt 3.243 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Das waren 124 weniger als im September und 223 oder 6,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote verbesserte sich gegenüber September von 7,6 auf 7,3 Prozent. Im Vorjahr hatte die Quote 7,9 Prozent betragen. Die Verringerung der Arbeitslosigkeit zeigte sich dabei hauptsächlich im Kundenkreis der vom Jobcenter Worms betreuten Bewerberinnen und Bewerber. Hier wurden 93 weniger gezählt, während sich die Zahl bei der Arbeitsagentur lediglich um 31 Personen verringerte. Die Unterbeschäftigungsquote, die auch Personen berücksichtigt, die sich in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen befinden und daher dem Arbeitsmarkt nicht unmittelbar zur Verfügung stehen, fiel von September auf Oktober ebenfalls, und zwar von 9,8 auf 9,7 Prozent.

    Von der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt profitierten in erster Linie Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahre. Ihre Quote fiel gegenüber September von 7,7 auf 7,4 Prozent. Arbeitgeber meldeten auch im Oktober wieder zahlreiche Stellenangebote, allerdings etwas weniger als im Vormonat und Vorjahr. Insgesamt meldeten die Arbeitgeber 162 offene Stellen, 66 weniger als vor einem Jahr.

    Der Rückgang der Arbeitslosigkeit zeigte sich auf allen regionalen Arbeitsmärkten Rheinhessens. Die Arbeitslosenquoten veränderten sich wie folgt: Gesamtbezirk von 5,2 auf 5,0 Prozent, Stadt Mainz von 6,3 auf 6,2 Prozent, Stadt Worms von 7,6 auf 7,3 Prozent und Landkreis Alzey-Worms von 4,2 auf 4,0 Prozent. Im Landkreis Mainz- Bingen blieb die Quote stabil bei 3,6 Prozent.

    Bilanz des Berufsberatungsjahres 2014/2015
    Auch in diesem Jahr blieben zum 30. September, dem offiziellen Ende des Berufsberatungsjahres, wieder zahlreiche Ausbildungsstellen unbesetzt. Dies teilt die Wormser Arbeitsagentur im Rahmen ihrer jährlichen Bilanz des abgelaufenen Beratungsjahres mit. Auf der anderen Seite gelang es allen jungen Männern und Frauen, die sich bei der Berufsberatung gemeldet hatten, einen passenden Ausbildungsplatz zu finden. „Für die jungen Menschen können wir wieder ein sehr erfreuliches Ergebnis verkünden“, so Decker. „Der Übergang von der Schule in den Beruf wurde von allen erfolgreich bewältigt.“ Dabei sei das Beratungsangebot der Arbeitsagentur sehr gut in Anspruch genommen worden.

    „Trotz rückläufiger Schulabgängerzahlen haben wir noch einmal mehr junge Menschen beraten als im letzten Jahr.“ Es zeige sich immer wieder, dass Jugendliche und darunter zunehmend auch Abiturienten angesichts der Fülle der Möglichkeiten und der vielfältigen Veränderungen in den einzelnen Berufsbildern bei der Berufswahl Orientierungshilfen benötigen. Auch die Frage Studium oder Ausbildung sei immer häufiger Thema in der Berufsberatung. „Dabei ist es uns wichtig, den jungen Menschen die Vorteile der dualen Ausbildung näher zu bringen“, so Decker. „Nicht immer und für jeden ist ein Studium die bessere Wahl.“

    Laut der aktuellen Bilanz der Agentur für Arbeit in Worms für das abgelaufene Beratungsjahr standen 567 Bewerberinnen und Bewerbern um einen Ausbildungsplatz 1.111 offene Ausbildungsstellen gegenüber, so dass rein rechnerisch auf jeden Bewerber 1,69 Ausbildungsstellen entfielen. Am 30. September 2015 waren in Worms noch 48 gemeldete Ausbildungsstellen und damit 17 mehr als im Vorjahr unbesetzt.

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