Bobenheim-Roxheim: Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen will Fällung des Geweihbaumes verhindern
Die richtigen Zeichen für die Zukunft setzen
Der Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen Bobenheim-Roxheim hofft auf eine breite Unterstützung in der Bevölkerung, die sich für den Erhalt des Baumes an der Rheinschule einsetzen wird.
"Andere Städte und Gemeinden beschäftigen sich intensiv mit der Fragestellung, wie man ein wirksames Hitzekonzept für die unzweifelhaft auf uns zukommenden heißen Sommer auf die Beine stellen kann - zum Schutze der eigenen Bevölkerung. Das gehört zur Klimafolgenanpassung, mit der wir uns alle beschäftigen sollten - und die Gemeinden sich beschäftigen müssen", so der Grüne Ortsverband Bobenheim-Roxheim.
Es würden beispielsweise große Stadtbäume gepflegt und erhalten, wo es nur geht. In Bobenheim Roxheim würde jedoch genau das Gegenteil geschehen. "Jede nicht haltbare Begründung wird herangezogen, um große Bäume zu entfernen - wohlgemerkt gesunde Bäume! Viele große Bäume und Straßenbäume sind in den letzten Jahren aus unserem Ortsbild verschwunden und es werden immer mehr".
Das nun auch noch der 70 Jahre alte Geweihbaum an der Grundschule Rheinschule gefällt wird, ist für das Bündnis 90/Die Grünen eine schlimme Absurdität. In den letzten Jahrzehnten hätte der Baum immer zuverlässig Schatten gespendet und im heißen Sommer auch für Kühlung gesorgt. "Nun wird er zum Dank dafür platt gemacht. Das wurde im Bauausschuss beschlossen. Wir Grünen sind dagegen, die Mehrheit aber dafür", erläutert Angelika Walter in einem Schreiben und ergänzt: "Man hört von allen Seiten das Lippenbekenntnis, die Umwelt schützen und gegen den Klimawandel etwas tun zu wollen. Wie hat es unser wiedergewählter Bundespräsident formuliert? Es geht um nicht weniger als um unsere Lebensgrundlage".
Begründung für die Fällung des Baumes ist, dass er die Aufstellfläche für die Feuerwehr blockiert. Das sei aus Sicht der Grünen sehr interessant, da dies seit 70 Jahren nie ein Problem gewesen sei. Dies ist aus Sicht der Grünen nicht nachvollziehbar und führen an, dass möglicherweise eine kleine Korrektur der Stellfläche hilfreich sein könnte.
Auch das zweite Argument für die Fällung: sobald die Baumaschinen rollen, werden diese die Wurzeln des Baumes im Vorbeifahren zukünftig schädigen, so dass der Baum ja sowieso irgendwann schaden nehmen könnte, zweifelt der Ortsverband an. "Fakt ist, der Baum ist heute gesund und zudem ist er ein Pfahlwurzler. Somit ist auch dieses Argument seltsam. Die Krönung der Absurdität ist die Ankündigung, es werden neue Bäumchen gepflanzt und dafür sogar 500 Euro vom Bürgermeister persönlich gespendet. Hört sich ja ganz toll an".
So langsam solle aber jeder verstanden haben, dass ein großer Baum - wenn überhaupt - nur durch eine Vielzahl kleinerer Bäume ersetzt werden kann, wenn es um Blattmasse und CO2-Kompensation geht, so das Statement.Zudem würden manche Vogelarten nur in hohen Bäumen brüten. Hier würden dann auch keine neugepflanzten "Laternen"-Bäumchen helfen.
"Neupflanzung ist aus unserer Sicht also kein vertretbarer Kompromiss, da es sicherlich Jahrzehnte dauert, bis die neuen Bäumchen wieder den benötigten Schatten spenden und die gleiche Menge an CO2 binden können, wie es der Geweihbaum heute für uns macht. Das sollten wir endlich wertschätzen".
Der Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen Bobenheim-Roxheim hofft auf eine breite Unterstützung in der Bevölkerung, die sich für den Erhalt des Baumes einsetzen wird.