
Stille ist nicht leer.
Sie ist voll von dem, was wir sonst überhören.
Im Wald wird das deutlich. Dort spricht nichts in Worten und doch spricht alles.
Ein Knacken im Holz, das ferne Rufen eines Vogels, das leise Streifen des Windes durch die Kronen.
Diese Sprache ist nicht laut.
Sie verlangt keine Antwort.
Sie lädt ein zu einem anderen Zuhören.
Einem Zuhören ohne Absicht.
Je länger wir bleiben, desto weniger brauchen wir zu verstehen.
Es reicht, da zu sein und wahrzunehmen, ohne zu übersetzen.
Vielleicht ist das die tiefste Form von Verbindung.
Nicht das Einordnen, sondern das Mitgehen mit dem, was ist.