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  • Di., 07. November 2017, 17:11 Uhr
    Unter dem neuen Markennamen „Nibelungen Weihnacht“ sollen mehr auswärtige Besucher nach Worms gelockt werden / Eröffnung am 27. November

    Die Suche nach dem Alleinstellungsmerkmal

    Präsentation des neuen Logos des Wormser Weihnachtsmarktes auf der Pressekonferenz am Dienstag im Rathaus. Von links: Arnulf Kienast, Angelika Zezyk, Hans-Joachim Kosubek, Kai Hornuf, René Bauer und Artur Kiefel. Foto: Felix Berz


    Von Gernot Kirch Der Weihnachtsmarkt in der Wormser Innenstadt wird am 27. November eröffnet und lädt mit einem attraktiven Programm bis zum 23. Dezember in die City ein. Am Dienstag hatten die Organisatoren zu einer Pressekonferenz ins Rathaus geladen, um die Neuerungen zu präsentieren. Ab diesem Jahr wird der Wormser Weihnachtsmarkt unter dem Namen „Nibelungen Weihnacht“ firmieren. Neben einem eigenem Logo in Herzform, das an das Backfischfestherz erinnert, wurde auch das Programm erweitert und auf den Themenkomplex „Nibelungen und Mittelalter“ zugeschnitten. Wobei Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek erläuterte, dass man im ersten Jahr ganz am Anfang stehe und sich die Sache entwickeln müsse.

    Alleinstellungsmerkmal

    Die Frage ist natürlich, warum werden der Name und das Rahmenprogramm des Wormser Weihnachtsmarktes verändert, wo doch die Schausteller und Budenbesitzer mit dem vergangen Jahr ganz zufrieden waren. Die Antwort ist einfach, die Verantwortlichen möchten dem Weihnachtsmarkt eine ganz individuelle Note geben, die speziell auf Worms zugeschnitten ist und mit der sich der Wormser Weihnachtsmarkt von anderen abhebt. Bei Marketingleuten wird dies gerne als „Alleinstellungsmerkmal“ bezeichnet. Damit sollen noch mehr Besucher, besonders Auswärtige, animiert werden, in die Innenstadt zu kommen. Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek berichtete, dass er in Bad Wimpfen war, dort gebe es einen altdeutschen Weihnachtsmarkt. Konsequent werde dort alles auf dieses Grundthema hin ausgerichtet. Für Worms, so der Bürgermeister, böten sich die „Nibelungen“ an, denn damit werde Worms in ganz Deutschland in Verbindung gebracht.

    Mehr als nur ein Logo

    Hans-Joachim Kosubek wies daraufhin, dass ein ganzes Team - bestehend aus Schaustellern, Stadt, KVG und Stadtmarketing - an dem Konzept mitarbeite. Einer der Hauptideengeber war aber Arnulf Kienast. Auf der Pressekonferenz am Dienstag erläuterte Arnulf Kienst, dass er seit rund anderthalb bis zwei Jahren an der Idee feile. Wichtig war ihm, dass die „Nibelungen Weihnacht“ mehr sei als nur ein neues Logo, sondern es handele sich um ein ganzes Paket, zu dem auch das Rahmenprogramm, die Schausteller mit ihren Angeboten und die Nibelungenwerkstatt gehöre. Dies alles müsse jedoch langsam wachsen, für das Jahr 2020 stellt sich Arnulf Kienast etwa auch einen Kriemhildenball vor, bei dem mittelalterlich getanzt werde. Den Ideen und Möglichkeiten seien hier keine Grenzen gesetzt.

    Bei den Beteiligten spürte man, es ist der Wille vorhanden, etwas Neues anzupacken, doch möchte man behutsam vorgehen. Diesbezüglich ist man auch auf die Reaktionen der Besucher gespannt und zeigt sich für Ideen und Anregungen offen. Arnulf Kienast erwähnte hier, dass auch das Spectaculum im Jahr 1999 als ganz kleine Veranstaltung angefangen habe und dies heute ein riesiger Event im Wäldchen sei.

    Viel Bewährtes

    Schaut man sich das Programm und die räumliche Ausdehnung an, bleibt festzuhalten, ja, es gibt Veränderungen, etwa das Nibelungen-Thema und eine Erweiterung des Programmes, aber in weiten Teilen bleibt der Weihnachtsmarkt 2017doch gleich oder zumindest sehr ähnlich wie in vorangegangenen Jahren. So ist der große Publikumsmagnet mit Bühne weiterhin der Bereich um den Obermarkt. Ein weiterer Schwerpunkt mit zahlreiche Stände befindet sich wie bisher am Römischen Kaiser. Neu ist hingegen die Nibelungenwerkstatt auf dem Lutherplatz mit täglich wechselnden Darbietungen. Hier kommen besonders Kinder bei zahlreichen Aktionen von Märchenlesungen bis hin zu praktischen Arbeiten auf ihre Kosten.
    Der Wormser Einzelhandel öffnet für die Adventskalender-Aktion seine „Türchen“, hier warten auf die Besucher in den jeweiligen Geschäften kleine Überraschungen.
    Nochmals erweitert wurde das Angebot in den drei Wechselbuden, diese seien sehr beliebt, da hier Aussteller oder Vereine keine 27 Tage ihr Angebot präsentieren „müssen“, sondern nur wenige Tage. „Gerade in den Wechselbuden finde der Besucher Kunsthandwerk“, so Angelika Zezyk vom städtischen Bereich Sicherheit und Ordnung.
    Ein wichtiger Eckpunkt ist das Turmblasen zwischen Dom und Magnuskirche am 17. Dezember.

    Keine Eisbahn

    Ein kleiner Wermutstropfen ist sicherlich, dass es in diesem Jahr wieder keine Eisbahn geben wird. Was betrüblich ist, denn sie war in all den Jahren auf dem Marktplatz ein großer Anziehungspunkt, gerade auch für auswärtige Besucher. Hierzu sagte Angelika Zezyk, dass es für die nächsten Jahre schon Anfragen für eine Eisbahn gebe. Die Stadt hoffe, dass sich dies bald realisieren lasse.
    Zum Thema Sicherheit führte Angelika Zezyk aus, dass die Stadt hier gemeinsam mit der Polizei ein Konzept erarbeitet habe, etwa auch um Amokfahrten mit Lastwagen zu erschweren.

    Broschüre und Internet

    Das gesamte Programm des Wormser Weihnachtsmarktes findet der Interessierte im Internet auf der städtischen Seite www.worms.de sowie in einer kleinen Broschüre, die in vielen Geschäften und öffentlichen Gebäuden ausliegt.

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