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  • So., 02. April 2023, 14:31 Uhr
    OBERLIGA: TSG Pfeddersheim mit ersten Punktverlusten in der Abstiegsrunde

    Die Tore fehlten

    Was für ein Ding. Soeben klatscht der Ball nach dem Kopfball von Nils Gans kurz vor der Torlinie an die Latte. Weitere große Chance vergeben. Foto: Felix Diehl


    Von Marcus Diehl › Tore sind halt das Salz in der Suppe beim Fußball. Es gibt solche Tage, da will der Ball einfach nicht ins Tor. In der Summe war es nicht so viel, dafür waren es alles hochkarätige Torgelegenheiten.

    Letztendlich trennten sich die TSG Pfeddersheim und Hertha Wiesbach mit einem torlosen Unentschieden. Ein Remis, womit der Gästetrainer Michael Petry besser leben konnte, als Trainer Tobias Ehrenberg von der TSG: „Aufgrund der zweiten Hälfte hätten wir den Sieg verdient gehabt. Einen Treffer hätten wir mindestens machen müssen!“

    In die erste Hälfte kamen beide Teams mit etwas Respekt aus der Kabine. Die Gäste hatten das Ziel, mit einem Punkt wieder nach Hause zu fahren und die TSG hatte es schwer, in den Rhythmus zu kommen. So passierte zu Beginn nicht viel. Das Geschehen fand nur im Mittelfeld statt.

    Der einzige Aufreger präsentierte der Gästetorhüter, als nach einem harmlosen Freistoß, der Ball aus den Händen geglitten ist. Mit dem ersten gelungenen Spielzug wurde es auch sofort gefährlich für die Gäste. Mit zwei schnellen, flachen Pässen aus der Defensive heraus, wurde die gesamte Abwehr ausgespielt. Der Abschluss von Lion Schubach geht am Tor vorbei, war aber auch Abseits. Kurz darauf hätte Sebastian Kaster die Führung erzielen können. Diesmal mit einem langen Ball über das halbe Feld, läuft unbedrängt auf den Torhüter zu. Schießt den Ball am Torhüter vorbei, am Tor aber auch. Wieder einige Minuten später die gleiche Szene, diesmal mit Lion Schubach als Hauptakteur. Langer Ball, überwindet den Torhüter, Schuss am Tor vorbei. Dazwischen kamen die Gäste zur einzigen Torchance, in der Torhüter Sören Pätzold hat eingreifen müssen. Gekonnt parierte er den Schuss von Pascal Piontek aus kurzer Entfernung. Ihre beste Phase hatten die Gäste in den letzten zehn Minuten vor der Pause. Außer einigen Eckbällen sprang aber nichts dabei heraus.

    Trainer Tobias Ehrenberg: „In der ersten Halbzeit haben einige Prozente gefehlt. Zweikämpfe und die zweiten Bälle waren nicht intensiv genug von uns. Sie haben uns vor Probleme gestellt. Die Außenverteidiger sind hoch angelaufen.“

    In der zweiten Hälfte wurde das TSG-Spiel viel besser und strukturierter. Mit der Einwechslung von Fabio Schmidt wurde es noch einen Tick gefährlicher für die Gäste. Er brachte mit seiner Spielweise und seiner Präsens noch eine andere Mischung in das Spiel hinein. Zuerst hatte Lion Schubach die Führung auf dem Fuß. Im direkten Duell richtig stark durchgesetzt, schießt den heraus eilenden Torhüter an die Beine. Für den sportlichen Leiter Rolf Emrisch ein Lernprozess: „Lion ist super schnell, giftig mit und gegen den Ball, ein Spieler, der immer mit vollem Einsatz dabei ist. Nur vor dem Tor fehlt halt noch das abgebrühte. Das wird noch kommen.“ Seine Mitspieler machten es auch nicht besser. Für eine weitere große Chance sorgten die Gäste. Ein Abwehrversuch landete fast im eigenen Gehäuse. In der 81. Minute scheiterte die TSG mit einer Doppelchance. Nach einer Ecke parierte Gästetorhüter David Schwingel mit einer Monsterparade den Kopfball von Matthias Tillschneider und der Abpraller köpft Nils Gans aus einem Meter Entfernung an die Latte.

    Spätestens jetzt war klar, ein Tor fällt heute nicht mehr für die TSG. Kurz vor dem Ende hätte das ganze Spiel auf den Kopf gestellt werden können. Der eingewechselte Sören Maas ist auf dem Weg in Richtung TSG Gehäuse und im letzten Moment kann Matthas Tillschneider seinen Abschluss noch blocken. „Wir waren am Drücker, haben die Seiten gut überlagert, vor allem über rechts. Wir hätten den Sieg verdient gehabt. Der Gegner hat sehr gut verteidigt. Es bleibt weiter spannend und jedes Spiel müssen wir weiterhin an das Limit gehen.“ haderte Trainer Tobias Ehrenberg etwas mit dem Ergebnis. 

    Am Donnerstag gibt es in Dudenhofen eine weitere Gelegenheit, das Punktkonto aufzubauen. Spielbeginn wird um 19.30 Uhr sein.
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