
Von Marcus Diehl › Der TuS Neuhausen war nach schwacher Leistung gegen die FG Mutterstadt chancenlos, Pfeddersheim verschenkte den zweiten Saisonsieg und ist jetzt Tabellenletzter. Der SV Gimbsheim verlor das Spitzenspiel und Wormatia überrascht in Fußgönheim und holt drei Punkte.
Es war die fünfte Saisonniederlage für den TuS und er war zum ersten Male so richtig chancenlos. Das Team präsentierte sich überhaupt nicht im Sinne des Trainers Franz Graber. In der ersten Hälfte zeigte es eine erschreckende Körpersprache. Von der TuS-Mentalität war nichts zu sehen, Fehler um Fehler reihten sich aneinander.
Nach 11. Minuten Spielzeit, war die Partie für den TuS schon vorbei. Beim ersten Gegentor hätte der Ball in seiner Entstehung auch einmal robuster geklärt werden können. Die Gäste agierten mit langen Bällen über die linke Defensivseite, wobei ihre Schnelligkeit Vorteile hatten. Flache Hereingaben wurden im Zentrum ohne große Gegenwehr erfolgreich abgeschlossen. So fielen die Tore zwei und drei. Zu schnell für den TuS stand es bereits 0:3. Kurz vor der Pause sogar noch 0:4. Noch mehr Gegentore lagen in der Luft, ein Debakel drohte. Energisch winkte Trainer Franz Graber in die Kabine. Sogar die Spieler auf der Reservebank mussten ihm folgen. Es war ihm anzusehen, dass es in ihm brodelte.
Landesliga spielen ohne entsprechende Zweikampfführung geht eben einfach nicht – und im Abstiegskampf schon garnicht. Nach der Rüge vom Trainerteam wurde es etwas besser. Ein paar Halbchancen wurden erarbeitet – aber nur, weil auch die Gäste zurückgeschaltet haben. Sogar nach Platzverweis mit einem Mann weniger waren sie das bessere Team, das kurz vor Schluss zum Endstand einschoss. Nur, wenn der TuS seine Tugenden auf dem Platz bringt, ist er konkurrenzfähig, am Samstag zeigte man einfach zu wenig.
Eine reife Leistung zeigte die Wormatia. Sie hatte den Kampf angenommen und war spielerisch das bessere Team. Bei einem frühen Lattentreffer der Gastgeber hatte die Wormatia auch das nötige Glück. Sogar am Ende des Matches überstand sie zwei Zeitstrafen. Die Torschützen waren Emir Kolbüken, Pietro Genna und Amir Malik Moore.
Spitzenspiel verloren – Gimbsheim brauchte zu lange, bis sie im Spiel waren. Da stand es bereits 1:0 für Grünstadt. Gimbsheim war zwar im der zweite Hälfte das bessere Team, doch die Torchancen wurden nicht ausgenutzt. Und kurz vor dem Ende wurde der Grünstädter Sieg durch einen entscheidenden Konter klar gemacht.
Nach vier Niederlagen am Stück gab es endlich einen Punktgewinn für die TSG. Eigentlich aber waren es zwei verlorene Punkte, denn nach einer 2:0-Führung schon vor der Pause kassierte die TSG den Ausgleich. In der 70. Minute ging man wieder in Führung, um in der 97. Minute dann doch wieder den Sieg herzuschenken. Die TSG hatte tapfer gekämpft, alles reingehauen und nur das Spielglück fehlte am Ende. Dieses muss sich die TSG in den nächsten Wochen wieder erarbeiten. Trotzdem war es ein erster Schritt in die richtige Richtung. Tore der TSG: 0:1 Fabian Herchenhan, 0:2 Marcell Oehler, 2:3 Bartosz Wiach.
Am Freitag, dem 26. September, steigt das Finale um die Wormser Derby-Meisterschaft. Gimbsheim erwartet den TuS Neuhausen. Beide haben ihre Spiele gegen die Wormatia und Pfeddersheim gewonnen. Anpfiff ist um 19.30 Uhr. Die Wormatia erwartet am Sonntag den FSV Offenbach. Die TSG Pfeddersheim den Tabellendritten SVW Mainz. Beide Spiele beginnen um 15 Uhr.